Ein starkes Stück Kirche (5)

„In Gottes Namen tätig sein und dabei auch neue Menschen kennen lernen“

Kirsten Dohm, Apostel-Kirchengemeinde Gelsenkirchen (13.334 Mitglieder, 4 Kirchen, 3 Gemeindehäuser)

Sie hat von Kindesbeinen an erfahren, wie es „bei Kirchens“ so zugeht, denn ihr Vater war lange in Gelsenkirchen als Pfarrer tätig. „Obwohl er jetzt im Ruhestand ist, ist er immer noch sehr rege und in vielen Bereichen tätig“, freut sich Kirsten Dohm über die Aktivitäten ihres Vaters. Und schließlich hat er ihr das Leben und Wirken in der Apostel-Kirchengemeinde so gründlich vorgelebt, dass es ihr dann, als für sie die Entscheidung anstand, nicht schwer fiel, sich ins Presbyteramt einzuarbeiten: „Überlegt hatte ich natürlich lange schon, ich war auch lange schon ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Kirchengemeinde aber auch im CVJM. Vor einem halben Jahr habe ich dann gedacht, jetzt würde ich auch gern mitleiten!“

Immer schon ist die 48-Jährige der Apostel-Kirchengemeinde eng verbunden. Das Besondere dieser Gemeinde ist die besondere Gemeinschaft, sagt sie. „In Gottes Namen tätig zu sein, neue Menschen kennen zu lernen und die aktive Arbeit mit Gott“, das ist es, was der zweifachen Mutter hier besonders wichtig erscheint und sie auch erfüllt.

Dass die Presbyteriumssitzungen immer länger dauern als gedacht, wusste sie ja längst, dass es also schon ein zeitaufwendiges Ehrenamt werden würde, war ihr vollkommen klar. Und so freut sie sich neben der Zusammenkunft im Leitungsgremium auch noch auf jede Menge Ausschüsse, die sich mit einzelnen Themen und Aufgaben befassen. Wo sieht sie da speziell ihre persönliche Nische?  „Noch möchte ich überall reinschnuppern, in jeden einzelnen Ausschuss. Wobei ich mir schon vorstellen kann, in die Jugendarbeit zu gehen.“

Zusätzlich lässt sich Dohm gerade zur Prädikantin ausbilden, findet eine Neugestaltung der Gottesdienste eigentlich auch eine spannende Sache, bei der sie gern mitarbeiten möchte. „Die Gottesdienste müssen interessanter gemacht werden, dann lässt sich auch die Jugend wieder ansprechen. Ich fand ihn schon als Kind immer sehr zäh, ich weiß von meinen beiden Jungs, dass Gottesdienste sehr langweilig und sehr lang sein können.“ Hier möchte sie sehr gern neue Impulse setzen. Und sie hat da auch schon konkrete Vorschläge: „Die Jugendlichen mit einbeziehen, warum müssen denn Lesungen immer von Presbytern gemacht werden, das können Jugendliche genauso gut. Und auch Fürbitten können von jungen Menschen gesprochen werden. Das sieht man ja in Konfirmandengottesdiensten, wie toll sie das machen.“

Man müsse die Jugendlichen nur ansprechen, ihnen vermitteln, ihr könnt das. Und wenn sie schon dabei ist, den Gottesdienst im Geiste neu zu gestalten, ja, dann wünscht sich die Pfarrerstochter auch bitte schöne, neue christliche Lieder, die ein bisschen mehr Pep haben.

Text und Foto: Frauke Haardt-Radzik

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