Hoffnung spenden - auch nach vier Jahren Krieg

Bielefeld -Vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine bekräftigt die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) Adelheid Ruck-Schröder die Hoffnung auf Friedensverhandlungen und ein ernstes Bemühen um einen gerechten Frieden. „Wir gewöhnen uns nicht an den Kriegszustand in der Ukraine!“, so die Präses.

Viele Menschen fühlten sich hilflos angesichts der Situation in der Ukraine, sagte Ruck-Schröder. „Täglich sehen wir Bilder von Gewalt und Zerstörung, hören Berichte von Leiden und Tod, von frierenden Menschen in U-Bahn-Schächten, aber auch von Lehrerinnen, die unter extremen Bedingungen ihre Schüler weiter unterrichten und sie bei Alarm in den Schutzbunker begleiten oder von Frauen, die mit einfachsten Mitteln ihre Familie versorgen.“

Umso mehr hielten die Partnerinnen und Partner aus der westfälischen Kirche an der Unterstützung für die Menschen in der Ukraine fest. „Unsere Hilfe geht auch im fünften Jahr weiter“, bekräftigte die Präses. „Über unsere ökumenischen Kontakte zur reformierten Kirche in der Ukraine senden wir als Evangelische Kirche von Westfalen Hilfslieferungen an unsere europäischen Geschwister.“

Zudem unterstützten viele Gemeinden und Kirchenkreise regionale Hilfsprojekte an unterschiedlichen Orten in der Ukraine. Westfälische Hilfe geht beispielsweise an das christliche Sheptytsky-Hospital in Lemberg in der West-Ukraine, oder die Rehaklinik in der Stadt Morschyn. Dort werden mehrfach amputierte Soldatinnen und Soldaten behandelt, die im Krieg oder durch russische Kriegsgefangenschaft schwer verletzt und traumatisiert worden sind.

Seit Ausbruch des Krieges richteten einige westfälische Kirchengemeinden regelmäßige Friedensgebete und Friedensgottesdienste aus, sagte die Präses. Mit all den Hilfen und Zeichen der Unterstützung könne man von Westfalen aus immer wieder ein kleines bisschen Hoffnung spenden.

Text: Landeskirchenamt der EKvW - Stabsstelle Kommunikation 

Foto: Unsplash/Engin Akyurt