Barcamp im Kirchenkreis: Rund 80 Teilnehmende gestalten die zukünftige Kirchenkreiskonzeption mit

Gelsenkirchen, 28.02.2026. Rund 80 Engagierte aus Gemeinden, Referaten und der Diakonie haben am Wochenende im Rahmen eines Barcamps an der Weiterentwicklung der Kirchenkreiskonzeption des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid mitgewirkt. Unter dem kreativen Leitmotiv „Baustelle“ wurde sowohl gestalterisch als auch inhaltlich sichtbar gemacht, dass sich die Evangelische Kirche mitten in einem lebendigen Prozess befindet.

Prozessbegleiterin Nicole Siekmann moderierte die Veranstaltung

Die verschiedenen Sessions fanden in den kreativen Klassenhäusern der Ev. Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck statt

Die Ideengeber*innen stellten ihre Angebote im Plenum vor


Perfekt passender Ort für offenes Arbeiten 
Veranstaltungsort war die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck, deren offene Architektur sich als ideal für das flexible Format eines Barcamps erwies. Von Beginn an waren die Teilnehmenden eingeladen, selbst Themen einzubringen: Auf Session-Karten boten sie eigene Ideen und Fragestellungen an, die anschließend in 45‑minütigen Arbeitsphasen diskutiert wurden. Wer wollte, konnte zwischendurch ins Plenum zurückkehren, um Eindrücke auszutauschen oder neue Sessions auszuwählen.

Grußwort der Präses und thematische Schwerpunkte

Eröffnet wurde das Barcamp im Plenum mit einem Grußwort der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie gab einen Ausblick auf die drei inhaltlichen Säulen, die die neue Kirchenkreiskonzeption tragen sollen:

  • Diakonie und gesellschaftliche Verantwortung
  • Kirchenmusik und Gottesdienst
  • Kinder, Jugend und Familie

Ziel sei es, in Zukunft sowohl personell als auch finanziell auskömmlich und nachhaltig zu arbeiten. Zudem sollen Angebote stärker auf die spezifischen Bedarfe der beiden Städte im Kirchenkreis zugeschnitten sein.


Einführung im Zwiegespräch 
Superintendent Heiner Montanus führte gemeinsam mit Juli Pfeiffer, Leiterin der Stabsstelle für Kommunikation, im lockeren Dialog in die Thematik des Tages ein. Beide machten deutlich, dass der Gestaltungsprozess der Konzeption nur gelingen könne, wenn möglichst viele Perspektiven zusammenkämen – genau dafür biete das Barcamp-Format den idealen Rahmen.

Dafür machten sich die Beteiligten stark 
Die Sessions deckten ein breites Spektrum an Themen ab – von Ehrenamtskirche, Kirchenmusik und Fundraising bis hin zu effektiver Zusammenarbeit von Diakonie und Gemeinden. Zudem wurden aktuelle Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, Digitalisierung und neue Formen der Beteiligung aufgegriffen. Insgesamt spannte sich der thematische Bogen von praktischen Arbeitsalltagsfragen bis zu langfristigen Entwicklungs- und Zukunftsperspektiven im Kirchenkreis.
 

Viel Austausch – und ein geistlicher Abschluss 
Den Abschluss des Tages bildete eine kurze Andacht mit Abendmahl, die den gemeinsamen Austausch spirituell abrundete. Die Stimmung unter den Teilnehmenden war überaus positiv: Viele zeigten sich begeistert vom offenen Format, dem kreativen Miteinander und den vielen neuen Impulsen, die nun in die Weiterarbeit an der Kirchenkreiskonzeption einfließen werden.
JP