Wie ist es eigentlich tot zu sein?

Tagesmütter informieren sich über das Thema „Sterben und Tod“

Angehende Tagesmütter tauschen sich über das schwierige Thema aus.

Dass das Reden über Sterben und Tod mit zu den sensibelsten Themen in der Erziehung von Kindern gehört, ist allgemein bekannt. Dass man aber als Eltern oder als pädagogische Kraft dennoch diesem Bereich nicht ausweichen kann, zeigt sich spätestens dann, wenn ein Kind beispielsweise durch den Verlust eines Haustieres oder den Tod eines Menschen aus der Nachbarschaft damit konfrontiert wird. Weitaus heftiger wird es, wenn ein naher Angehöriger stirbt und man den Fragen der Kinder standhalten muss. Patentrezepte gibt es da aber keinesfalls.

Darüber waren sich auch die Teilnehmerinnen der Tagesmütterschulung einig, die zurzeit im Familienzentrum des Evangelischen Kinder- und Jugendhauses in der Schlosserstraße in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund stattfindet. Einrichtungsleiterin Jutta Grabowski hatte als Gesprächspartner ihren ehemaligen Religionslehrer, Pfarrer Willi Everding, eingeladen, der sich sehr intensiv mit dem Bereich "Sterben und Tod" auseinander gesetzt hat und vor einiger Zeit ein pädagogisches Buch mit dem Titel "Wie ist es tot zu sein?" veröffentlichte.

"Was macht das Reden über Sterben und Tod mit uns selbst?" Dieser Frage mussten sich die Teilnehmerinnen an der Fortbildungsveranstaltung zunächst stellen. In den Gesprächen wurde deutlich, dass wir Menschen niemals distanziert über diesen Bereich reden können, weil wir ja selbst vom Tode betroffen sind. Erst wenn wir uns über diese Tatsache klar sind, können wir mit Kindern darüber reden und ihnen Hilfestellung geben. Den angehenden Tagesmüttern wurde deutlich, dass es auf die Fragen der Kinder keine Standartantworten geben kann, sondern dass stets die jeweilige Situation mit einzubeziehen ist. Gelegentlich kann es sogar für ein Kind förderlich sein, wenn die erwachsene Person zugibt, dass sie auch keine Antwort weiß.

Über hilfreiche Trauerrituale wurde bei der Veranstaltung ebenfalls nachgedacht. Die Teilnehmerinnen waren sich darin einig, dass Trauer ihren Platz braucht und dass es die Aufgabe der Erwachsenen ist, Kinder in ihrer Trauer nicht allein zu lassen.

"In mir wurde eine Menge angestoßen," bekannte eine angehende Tagesmutter nach der Veranstaltung und brachte damit zum Ausdruck, wie hilfreich für sie dieser Vormittag gewesen ist. WE

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