Wie eine tobende Flut

Die Macht der Worte war Thema im Abendgottesdienst "Zeitzeichen"

Einstieg mit Multimedia: Mit einer Präsentation passend zum Thema „Wortflut“ begrüßte Pfarrer Wolf-Rainer Borkowski die Besucherinnen und Besucher des Abendgottesdienstes.

Die Anwesenden notierten auf auf Zetteln, welche Worte sie verstören, verletzen oder man nicht mehr hören oder sagen möchte. FOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Eine auf die Leinwand projizierte Flut aus Nachrichten, Bildern und Stimmengewirr prasselte auf die Gäste ein. Gleichzeitig wurden sie durch Pfarrer Wolf-Rainer Borkowski begrüßt – eine absichtlich herbeigeführte Überforderung für die Zuhörerinnen und Zuhörer des Abendgottesdienst aus der Reihe „Zeitzeichen“ in der Altstadtkirche. Denn dieser stand am 13. Mai unter dem Motto „Wortflut“.

„In Sekunden haben Meldungen den Erdball umrundet, Nachrichten und Bilder von Katastrophen, Terror und Krieg verstören uns und machen Angst“, erklärte Borkowski. Worte und Bilder strömen heute auf Menschen ein, wie eine große unaufhaltsame, tobende Flut. „Und dennoch entziehen wir uns ihr nicht. Wir suchen geradezu die Ablenkung, die Zerstreuung, weil wir die Stille nicht mehr gewohnt sind und sie nicht mehr aushalten“, führte Borkowski weiter aus. Diese Gedanken griffen persönliche Statements aus dem Vorbereitungskreis sowie die Lesung aus dem Jakobusbrief auf: Worte können loben und guttun, aber auch ganze Brände auslösen, indem sie wie ein aggressiver Angriff auf den Zuhörenden wirken.

Im Anschluss wurden die Anwesenden gefragt, welche Worte es sind, die sie verstören oder verletzen, und welche sie nicht mehr hören wollen oder selbst nicht mehr sagen möchten. In einer Mitmach-Aktion notierten sie solche Worte auf Puzzleteile, die anschließend zusammengefügt wurden. Sie ergaben ein großes Bild, das die Anwesenden nachdenklich stimmte: Zu sehen waren auf ihm Menschen, die von den Worten geradezu verschüttet wurden. Dieses Bild ist der erste Teil des Gesamtbildes, das im Abendgottesdienst im Juni komplettiert wird. Den Gottesdienst begleitete stimmungsvolle Musik, ausgesucht und vorgetragen von Kantor Jens Martin Ludwig.

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