Vorerst ohne Gesang

Die Evangelischen Kirchengemeinden bereiten sich auf die ersten Gottesdienste mit Kontaktverbot vor

"Bitte nur markierte Plätze benutzen" lautet eines der Piktogramme, mit denen die Kirchen ausgestattet werden müssen.

GELSENKIRCHEN/WATTENSCHEID – Die Corona-Pandemie hat auch für die Kirchen ein neues Wort hervorgebracht: Präsenzgottesdienste. Im Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid sind die Vorbereitungen dafür angelaufen.

Die acht Presbyterien haben einen Muster-Entwurf für das Schutzkonzept erhalten. Sie müssen es nun für jede Kirche, in der wieder ein Präsenzgottesdienst gefeiert werden soll, individuell umsetzen: Wie werden die möglichen Sitzplätze (mit mindestens 1,5 Metern Abstand in alle Richtungen) eingezeichnet? Wie viele Menschen dürfen sich maximal in der Kirche aufhalten? Wo geht es hinein, wo hinaus? Welche Möglichkeiten zur Hände-Desinfektion werden bereitgestellt? Das sind nur einige der Fragen, die konkrete Antworten und entsprechende Maßnahmen erfordern.

Die Eckpunkte der Schutzmaßnahmen hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt. Dazu gehört die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in eine Liste eingetragen. Schwerfallen dürfte der Verzicht auf das gemeinsame Singen, doch gerade da ist das Infektionsrisiko besonders hoch. Aus diesem Grund kommen derzeit im Gottesdienst auch keine Chöre und Posaunenchöre zum Einsatz.

Erst wenn die Presbyterien dem Superintendenten ihre Schutzkonzepte vorgelegt und alle darin vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt haben, können die ersten Präsenzgottesdienste gefeiert werden. Superintendent Heiner Montanus ist vorsichtig-optimistisch, dass einige Kirchen am 17. Mai (Sonntag Rogate = Betet!) beginnen können. „Unsere Gemeinden werden die Gottesdienste nicht übereilt wieder aufnehmen“, so Montanus. „Der größtmögliche Schutz für alle, die miteinander feiern, muss gewährleistet sein.“ Er legt Wert darauf „dass wir auch unter den veränderten Bedingungen eine würdige Form des Gottesdienstes entwickeln und feiern.“

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