Umzug mit 477 Jahren

Der „dicke Georg“ ist in die Altstadtkirche zurückgekehrt

Ganz behutsam wurden die Glocken aus dem Turm der entwidmeten Auferstehungskirche hinabgelassen.

Ganz behutsam wurden die Glocken aus dem Turm der entwidmeten Auferstehungskirche hinabgelassen.

Vier plus eins: An der Altstadtkirche am Heinrich-König-Platz wurde der „dicke Georg“ abgeladen. Die vier kleineren Glocken im Hintergrund reisten weiter nach Gevelsberg. FOTOS: PETER GRÄWE

Vier plus eins: An der Altstadtkirche am Heinrich-König-Platz wurde der „dicke Georg“ abgeladen. Die vier kleineren Glocken im Hintergrund reisten weiter nach Gevelsberg. FOTOS: PETER GRÄWE

GELSENKIRCHEN – Die fünf Glocken der Auferstehungskirche an der Josefstraße sind kürzlich auf die Reise gegangen. Die vier kleineren namens Matthäus, Markus, Lukas und Johannes finden ein neues Zuhause in der Erlöserkirche Gevelsberg. Dort schepperten bisher Stahlglocken, so dass die Gevelsberger sich nun auf den bronzenen Klang der „vier Evangelisten“ freuen dürfen. Voraussichtlich im Advent, so ist aus Gevelsberg zu hören, sollen sie zum Gottesdienst einladen.

Die fünfte, oder eigentlich die erste Glocke nahm einen viel kürzeren Weg. Sie kehrte zurück in die Altstadtkirche. Von dort war der „dicke Georg“, wie diese Glocke liebevoll genannt wird, 1923 ausgezogen, um die zweite evangelische Kirche in der Innenstadt hörbar zu machen. Doch im Mai 2011 musste die Auferstehungskirche entwidmet werden. Seitdem waren die Glocken sozusagen arbeitslos.

Der dicke Georg ist wohl eines der ältesten Stücke Gelsenkirchens. Im Jahre 1535 nach Christi Geburt wurde diese Glocke gegossen. Sie hing schon in der alten Dorfkirche, dann in der Simultankirche und schließlich in der Kirche, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Sie überlebte das große Glockensterben des 1. und 2. Weltkrieges, als man Bronzeglocken einschmolz, um daraus Waffen zu bauen. Nun ist sie wieder in der Altstadt, steht zunächst einmal ganz hinten in der Kirche und kann aus nächster Nähe bestaunt werden. Ob sie wohl noch einmal erklingen wird? Dazu Pfarrer Peter Gräwe: „Wir wissen es nicht, aber wir arbeiten daran.“

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