Über alles Trennende hinweg

Die Matthäuskirche in Middelich wurde 1960 eingeweiht

Dr. Johanna Will-Armstrong hielt die Festpredigt zum 50-jährigen Bestehen der Matthäuskirche in Buer-Middelich.

Dr. Johanna Will-Armstrong hielt die Festpredigt zum 50-jährigen Bestehen der Matthäuskirche in Buer-Middelich.

Die Bronzeplastik des gekreuzigten Christus kommt jetzt vor einer weißen Wand in der Matthäuskirche besonders zur Geltung. FOTOS: CORNELIA FISCHER

Die Bronzeplastik des gekreuzigten Christus kommt jetzt vor einer weißen Wand in der Matthäuskirche besonders zur Geltung. FOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Die Christus-Kirchengemeinde Buer hat das 50-jährige Jubiläum der Matthäuskirche im Bezirk Middelich gefeiert. Musikalische Akzente im Festgottesdienst setzten der Kirchenchor aus den Bezirken Resse und Middelich und der Posaunenchor aus Resse.

Die Festpredigt hielt Landeskirchenrätin Dr. Johanna Will-Armstrong über den Bibelvers, der auch am Tag der Kirchweihe am 6. November 1960 im Mittelpunkt stand. Er steht im ersten Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 3, Vers 11: „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ Will-Armstrong ist die theologische Dezernentin für den Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid.

Nach dem Gottesdienst gab es einem Empfang im benachbarten Gemeindehaus. Pfarrer Ernst-Martin Barth konnte als Gast auch seinen Vorgänger Pfarrer Michael Stiller begrüßen. Dazu waren Gäste aus den Nachbargemeinden, aus der Politik sowie die Architekten Otto Glasmeier (Architekt des Kirchbaus 1960) und Ralf Chilinski (Architekt des Umbaus 2009) der Einladung gefolgt.

Zu Beginn des Gottesdienstes zitierte Pfarrer Barth aus der Urkunde zur Grundsteinlegung: „Dieses Gotteshaus möchte eine Stätte für die Menschen werden, die sonst in der Hast des Alltags nebeneinander her leben, ohne sich wirklich zu kennen. Unsere Gemeinde hat sich deshalb ganz besonders zum Ziel gesetzt, über alles Trennende hinweg die Nachbarschaft in christlichem Sinne wieder herbeizuführen.“

Diesem Grundsatz ist die Matthäuskirche in allen Reparatur- und Umbaumaßnahmen treu geblieben. Auch nach der letzten grundlegenden Erneuerung im Jahr 2009 ist der Kirchraum schlicht geblieben. In seiner neuen Anordnung bezieht er die gottesdienstliche Gemeinde sogar noch stärker aufeinander und stellt zugleich Christus in den Mittelpunkt. Von drei Seiten sind die Kirchbänke auf den Altarraum zu ebener Erde ausgerichtet.

An der vierten Seite tritt die Christusfigur auf einer weißen Wand deutlich hervor. Diese Bronzeplastik hat eine besondere Geschichte. Sie stand 1962 im Mittelpunkt der Kunstausstellung zum 2. Katholikentag und kam anschließend in die evangelische Matthäuskirche. Es ist kein Kreuz, aber eine Darstellung des Gekreuzigten. Seine schlaff herabhängende linke Hand weist symbolisch auf das Sterben hin, während die geöffnete Rechte die Auferstehung andeutet.

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