Schon mit zwei in den Kindergarten

Kindertagesstätten reagieren auf veränderte Anforderungen

Logopädin Susanne Stiller gibt den Teilnehmerinnen Einblicke in ihre Arbeit gab

"Kindergartenalter" - für  viele Leserinnen und Leser wird da die Vorstellung aufkommen, es handele sich dabei um kleine Menschen, die bereits das dritte Lebensjahr erreicht haben, aber noch nicht die Schule besuchen.  Die Wirklichkeit sieht aber schon seit geraumer Zeit anders aus.

Durch die so genannte "Altersmischung" besuchen unsere Einrichtungen vielfach auch Kinder, die entweder jünger als drei Jahre alt sind oder bereits längst zur Schule gehen.

Dass diese Tatsache für die Erzieherinnen eine Herausforderung bedeutet, die die gesamte Einrichtung, das Team und die pädagogische Arbeit betrifft, versteht sich von selbst.

Auch im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid haben sich zahlreiche evangelische Kindertagesstätten darauf eingestellt, Kinder lange vor der Vollendung des dritten Lebensjahres aufzunehmen.

So sind in den Einrichtungen zum Teil  Kinder zu finden, die noch nicht einmal das erste Lebensjahr hinter sich haben. Seit einiger Zeit existiert hier ein Arbeitskreis von Erzieherinnen, der sich besonders mit den Kindern von unter drei Jahren beschäftigt.

Die Leitung dieses Kreises, in dem insgesamt acht Eichrichtungen vertreten sind, liegt bei den Erzieherinnen Michaela Schrandt (Apostelkindergarten Buer) und Simone Zimmeck-Gantenberg aus dem Ludwig-Steil-Kindergarten in Wattenscheid. "In unserem Arbeitskreis wollen wir über Prävention im frühkindlichen Bereich nachdenken, um in der späteren Arbeit darauf aufbauen zu können," erzählt Michaela Schrandt.

Zu dieser vorbereitenden Arbeit zählt natürlich auch der Bereich der Sprachförderung. Gerade in Einrichtungen, in denen vielfach auch Kinder mit Migrationshintergrund betreut werden, gehört dies zum Alltag mit dazu.

Vor einiger Zeit fand jetzt im Evangelischen Kindergarten "Unter'm Regenbogen" in Wattenscheid - Leithe eine Fortbildungsveranstaltung für Erzieherinnen statt, bei der die Bochumer Logopädin Susanne Stiller den Teilnehmerinnen nicht nur Einblicke in ihre Arbeit gab, sondern ihnen auch die "Elternfragebögen für die Früherkennung von Risikokindern (ELFRA)" vorstellte. Dieses Material ist ein wichtiges Hilfsmittel, um bereits möglichst frühzeitig Defizite in der Sprachentwicklung der Kinder zu bemerken.

Diese Mängel können dann durch gezielte Maßnahmen bearbeitet werden. "Entscheidend für die weitere Entwicklung des Kindes ist der Zeitpunkt, wann mit der Förderung begonnen wird," betont Susanne Stiller. Ihr ist es wichtig, dass die Sprachförderung in der Kindertagesstätte nicht isoliert zu betrachten ist, sondern dass sie als ein wesentlicher Bestandteil zur gesamten erzieherischen Arbeit in einer Kindertagesstätte gehört. "Auch im Bewegungsbereich hat die Sprachförderung ihren Platz," betont sie.

Die Elternfragebögen dienen auch der Erfassung des gesamten Entwicklungsstandes und der Abklärung von eventuellen Verzögerungen oder gar Störungen in der Entfaltung des Kindes. Dies wurde den Teilnehmerinnen der Fortbildungsveranstaltung mit Hilfe der Referentin deutlich. WE

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