Profil schärfen auf solider Grundlage

Kreissynode kann bei solider Finanzplanung wieder inhaltlich arbeiten

SYNODALE BRÖTCHEN Viele freundliche Frauen aus Rotthausen sorgen seit Jahren für das leibliche Wohl der Kreissynode. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Gerda Heisel, Meta Packmohr, Liesbeth Neumann, Else Paulsen, Christel Rietschel, Herta Dombrowski und Gertrud Singwitz. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Die in den letzten Jahren geschaffenen Instrumente zur Finanzplanung und Personalentwicklung haben sich bewährt. Das war ein Fazit des Jahresberichtes, den Superintendent Rüdiger Höcker am 11. Juni der Synode des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid vorgelegt hat. Nach seiner Einschätzung und aufgrund der aktuellen Prognosen werden die Haushalte der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises spätestens 2009 ausgeglichen sein. Die Anzahl der Pfarrstellen konnte mit Augenmaß reduziert werden. Bis Ende 2007 wird ein/e Pfarrer/in im Schnitt für 2697 Gemeindeglieder zuständig sein.

Bei einer soliden Fortschreibung der Finanz- und Personalplanung bestehe die Chance, in den nächsten zwei bis drei Jahren die inhaltliche Arbeit wieder in den Vordergrund zu stellen. Höcker sprach sich für eine Schärfung des Profils der Evangelischen Kirche in Gelsenkirchen und Wattenscheid aus.

In Ergänzung zum Jahresbericht des Superintendenten ging Ilse Balbach-Westphal, die kreiskirchliche Fachberaterin für Kindergärten, auf die Auswirkungen des neuen „KIBIZ“ (Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern) ein. Mit dem voraussichtlich zum 1.8.2008 in Kraft tretenden Gesetz kämen auf die Evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder große Planungsunsicherheiten zu, sagte sie. Die verschiedenen Gruppenformen, die unterschiedlichen „Buchungszeiten“ durch die Eltern, die komplizierten Abrechnungen nach „Kindpauschalen“ würden einerseits bewirken, dass eine einzelne Einrichtung den Mitarbeitenden über die Jahre keine verlässlichen Arbeitsumfänge mehr anbieten könne. Andererseits bestehe die Gefahr, dass Einrichtungen mit älterem Personal mit den Pauschalen nicht auskommen werden, andere dagegen Überschüsse erwirtschaften. „Es ist zu befürchten, dass es Gewinner und Verlierer geben wird“, so Balbach-Westphal. Zudem erfordere das neue Gesetz einen hohen Verwaltungsaufwand, der in den einzelnen Einrichtungen kaum noch zu leisten sei.

Es sei in Zukunft unbedingt erforderlich, meinte Balbach-Westphal abschließend, die Kindergartenarbeit im Kirchenkreis gemeinsam zu planen. Bei den Verhandlungen mit der Kommune müsse von evangelischer Seite „mit einer Stimme“ gesprochen werden, um für die Städte Gelsenkirchen und Bochum ein verlässlicher Partner zu sein. KB

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