Ostern 2020

Superintendent Heiner Montanus über eine biblische Geschichte, die voller Hoffnung steckt.

Ostern 2020. Wie soll das nur werden?
Meine Töchter kommen nicht zu Besuch, und auch meine Eltern werde ich nicht sehen. Ein Spaziergang ist nur zu zweit möglich. Auch der Oster-Gottesdienst fällt aus. Und ich weiß nicht, wie lange es „so“ noch weitergeht. Wie soll das werden?

Wie ist das bei Ihnen? Wie feiern Sie Ostern? Und kann man überhaupt feiern? Unter den Bedingungen?

Es könnte also ein trauriger Feiertag werden – selbst bei schönstem Wetter. Weil so viel fehlt, was den Tag zu einem besonderen macht. Solch ein Osterfest haben wir noch nicht erlebt.

Immerhin: So ähnlich hat es angefangen. Damals, vor 2000 Jahren, am ersten aller Ostertage. Da beginnen die biblischen Geschichten richtig gut: Jesus ist auferstanden! Nach dem düsteren Karfreitag geht sozusagen die Sonne auf. Jesus lebt!

Einige Jüngerinnen und Jünger hören die gute Nachricht. Erst können sie es nicht glauben. Aber dann freuen sie sich.

Doch schnell schlägt die Stimmung um. Im Johannesevangelium wird erzählt: Die Jüngerinnen und Jünger bleiben zu Hause. Sie schließen sich ein. Denn sie haben Angst vor den Gefahren, die draußen auf der Straße lauern. Angst um ihr Leben. Darum gehen sie nicht vor die Tür. Mit Worten aus Corona-Zeiten: Sie isolieren sich. Sie verhängen ein Kontaktverbot – über sich selbst. Frohe Ostern? Von wegen.

So hocken sie zuhause. Hoffen, dass die Gefahr vorbeigeht und sie endlich wieder raus können. So bleiben sie in ihrer Karfreitagsstimmung.

Doch Gott sei Dank: Einer zieht sich nicht zurück. Einer sucht Kontakt. Der Auferstandene selbst. Jesus kommt zu denen, die isoliert sind, und stellt sich in ihre Mitte. Er, das Leben in Person, sucht die auf, die sich traurig und ängstlich zurückgezogen haben.

Bisher habe ich über diese Geschichte hinweggelesen. In diesem Jahr aber bin ich genau hier hängengeblieben. Weil sie voller Hoffnung steckt: Selbst hinter verschlossenen Türen gibt es etwas zu feiern. Auch im kleinen Kreis wird es Ostern. Weil Jesus die Isolation durchbricht. Weil er nicht außen vor bleibt, sondern reinkommt zu uns. Er selbst sorgt dafür, dass es bei uns Ostern wird. Ostern auch unter den Bedingungen von Corona.

Jesus lebt! Und er kommt zu Ihnen. Er ist bei Ihnen zuhause. Sie sind nicht allein.

Ich wünsche Ihnen Frohe Ostern!

Superintendent Heiner Montanus
Evangelischer Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid

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