Ohne sie geht gar nichts

17 aus den Gemeindebüros und 3 aus dem Öffentlichkeitsreferat trafen sich zum Austausch

HERZLICH WILLKOMMEN! Den 16 Frauen und dem einen Mann ist es wichtig, dass „ihre“ insgesamt rund 90.000 Gemeindemitglieder in den zwölf Gemeindebüros Kompetenz und Freundlichkeit erfahren. Hintere Reihe (v.l.): Anne Heske (Lukas), Christiane Otte (Öffentlichkeitsreferat), Volker Keuterling (Trinitatis Buer), Ursula van Oosten (Emmaus), Heike Schmelting (Apostel), Marion Schulte (Heßler), Tanja Peitz (Emmaus), Katrin Reichel (WAT-Leithe), Edda Peters (WAT-Mitte), Katharina Blätgen (Öffentlichkeitsreferat), Susanne Rothe (Trinitatis Buer). Vordere Reihe (v.l.): Angelina Kulina (Horst), Nicole Kilian (Beckhausen), Marion Dercar (Christus Buer), Carla Schweighöfer (Apostel), Brigitte Kerkhoff (WAT-Günnigfeld), Heike Spitzer, Carmen Schleking (beide Christus Buer), Petra Mauritz (WAT-Höntrop) und Claudia Gottaut (Öffentlichkeitsreferat). PHOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Wer einen vielseitigen Arbeitsplatz sucht, sollte in ein Gemeindebüro gehen. Und wer nicht gerne mehrere Dinge gleichzeitig erledigt, sollte einen weiten Bogen darum schlagen. Bei der „Fachtagung Gemeindebüros“ im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid“ ging es um derart viele Punkte der täglichen Arbeit, dass schnell klar war: Wir brauchen solche Treffen häufiger und möchten einzelne Themen gezielt angehen. Deutlich wurde auch: 16 Frauen und ein Mann aus 12 Gemeindebüros sind mit den Herzen dabei, haben Freude an ihrer Arbeit, fühlen sich für vieles verantwortlich und lassen nicht gerne etwas liegen.

Tätigkeit im vielseitigen Arbeitsgebiet

Gemeindemitglieder von der Wiege bis zur Bahre dokumentieren, also alle Taufen, Trauungen, Konfirmationen und Beerdigungen in die Kirchenbücher eintragen – das ist nur eine ihrer Tätigkeiten. Dazu kommen: Einkäufe machen, Material bestellen, Barkasse verwalten, Liedblätter erstellen, Rechnungen prüfen, Protokolle schreiben, Abkündigungen zusammenstellen, Post verteilen und verschicken, Patenbescheinigungen, Spendenbescheinigungen, Gottesdienstpläne, Gemeindenachrichten für die Evangelische Wochenzeitung „Unsere Kirche“ – diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und zwischen all dem: Besuche empfangen, Telefonieren, Aufträge erteilen und neue bekommen und immer wieder: geduldig zuhören. Einige Gemeinde schränken die Öffnungszeiten des Büros ein, damit die Sekretärin auch mal ein paar Stunden ungestört arbeiten kann. Aber das Herz will nicht immer das, was der Verstand sagt. „Wenn ich sehe, dass eine alte Dame mit ihrem Rollator kommt, dann gehe ich natürlich auch außerhalb der Öffnungszeiten zur Tür“, schilderte eine Teilnehmerin unter zustimmendem Nicken der Kolleginnen und des Kollegen.

Ohne Kollege Computer geht es nicht

Im ganz normalen täglichen Chaos des Gemeindealltags gibt es einen Kollegen, der mit großem Abstand als DIE Ursache von Stress identifiziert wurde: es ist Kollege Computer. Häufige Abstürze, extrem langsame Leitungen, Schwierigkeiten mit den Programmen – die Liste der Beschwerden ist lang, hier nur eine kleine Auswahl: „Immer wieder wird die Arbeit unterbrochen, weil plötzlich Updates gefahren werden. Warum kann das nicht außerhalb der Arbeitszeiten passieren?“ – „Wenn in meiner Gemeinde jemand beerdigt wird, der anderswo wohnte, muss ich zwei Masken ausfüllen. Warum kann ich nicht einfach die erste neu abspeichern? Das würde viel schneller gehen und Fehlerquellen ausschalten.“ – „Ich bin einmal mit einer Kollegin aus dem Nachbarkirchenkreis ein Verfahren durchgegangen. Aber was an ihrem Computer möglich war, ist an meinem gesperrt.“ Auch in Gemeindebüros muss heute fast alles im Computer erfasst und verwaltet werden. Da gibt es offenbar viel Potenzial, um die Arbeit effektiver zu gestalten und den Stress zu verringern.

Sie wissen, was in den Gemeinden läuft

Die „Fachtagung Gemeindebüros“ findet bisher einmal im Jahr statt und wird vom Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises veranstaltet. „Die Sekretärinnen in den Gemeindebüros sind für die Öffentlichkeitsarbeit wichtige Partnerinnen“, so Pfarrerin Katharina Blätgen. „Sie wissen, was in den Gemeinden läuft und sie sind auch diejenigen, über die Informationen aus dem Kirchenkreis in den Gemeinden ankommen. Ohne sie geht gar nichts.“ Der einstimmige Wunsch der Runde: Wir möchten uns in Zukunft zweimal im Jahr treffen und zusätzliche Fortbildungen haben.

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Presbyterinnen und Presbyter erzählen von ihrer Arbeit

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