Mutige Frauen gingen die ersten Schritte

„Mirjams Paukenschlag“ zeigt die Erfolgsgeschichte der Feministischen Theologie

Große und kleine Pauken dokumentieren historische Daten der kirchlichen Frauenbewegung. Die Künstlerin Claudia Lüke hat die Ausstellung gestaltet und damit eine Idee von Pfarrerin Antje Röckemann (3. von rechts) umgesetzt. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Selbstbewusst und herausfordernd steht sie da, die trommelnde Frauenfigur, die auf Plakaten und Faltblättern zur Ausstellung „Mirjams Paukenschlag“ einlädt. Vom 21. März bis zum 25. April wird die Erfolgsgeschichte der Feministischen Theologie im Kulturraum die flora gezeigt.

„Mit der Ausstellung wollen wir zeigen, dass und wie sie die Rolle der Frauen in den Kirchen, die Theologie und die Sprache in den Gottesdiensten verändert hat“, sagte Pfarrerin Antje Röckemann vom Gender-Referat des Kirchenkreises.

Auf 18 Tafeln erfahren Besucherinnen und Besucher zum Beispiel, dass Frauen bereits vor 100 Jahren für den Zugang zum Pfarramt stritten. Die erste ordinierte Pfarrerin war 1943 Ilse Härter. Prof. Dr. Hanna Jursch war die erste Theologin, die 1956 einen Lehrstuhl an der Universität Jena erhielt. Fast drei Jahrzehnte später, 1983, wurde der weltweit erste Lehrstuhl für Feministische Theologie errichtet.

Die Ausstellung erklärt auch theologische Themen wie die Suche nach einem weiblichen Gottesbild. Immer stehen Frauen im Mittelpunkt, die diese Bewegung vorangetrieben oder als Wissenschaftlerinnen begleitet haben, wie die Amerikanerin Mary Daly mit ihrem berühmt gewordenen Satz „Wenn Gott männlich ist, ist das Männliche Gott“.

„Wir wollen der Bewegung der Feministischen Theologie viele Gesichter geben, sagte Röckemann. „Denn es waren immer mutige Frauen, die die ersten Schritte gegangen sind und sich auf Neuland wagten.“

Begleitet werden die Texte und Bilder auf den Ausstellungstafeln von großen und kleinen Pauken, die viele historische Daten zur Frauenbewegung in der Kirche dokumentieren.

Mirjam ist übrigens die Schwester von Mose. In der biblischen Geschichte vom Auszug aus Ägypten hat sie eine ebenso tragende Rolle wie er. „Sie schlägt die Pauke, sie tanzt gemeinsam mit anderen Frauen und feiert, dass Gott die Israeliten befreit hat“, sagt Antje Röckemann. „Nur diese Geschichte wurde eben selten erzählt.“ blo

 

Mirjams Paukenschlag im Kulturraum die flora, Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen. 21.3.-25.4., so-fr 11-18 Uhr (feiertags geschlossen).

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