Möglichst lange selbstbestimmt leben

Das „Netzwerk Gemeinsam Wohnen und Leben im Alter“ ist ein Modellprojekt der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Julia Kurscheid: „Es gibt ganz viele Ideen und ganz viel Potential“.

Julia Kurscheid: „Es gibt ganz viele Ideen und ganz viel Potential“.

Henning Disselhoff: „Das Netzwerk steht allen Gemeinden offen.“ FOTOS: CORNELIA FISCHER

Henning Disselhoff: „Das Netzwerk steht allen Gemeinden offen.“ FOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Ab September gibt es in Gelsenkirchen ein neues Angebot, das speziell auf die Bedürfnisse demenziell veränderter Männer zugeschnitten ist. „Männer mit Demenz müssen noch stärker in den Blick genommen werden“, ist Julia Kurscheid überzeugt. „In der Holzwerkgruppe erhalten sie ein differenziertes Angebot an Hilfen und können auf erlernte Tätigkeiten zurückgreifen.“

Die Holzwerkgruppe wird im Caritas-Altenheim St. Anna (Hüllen) stattfinden. Männer aus dem Heim werden ebenso daran teilnehmen wie Männer aus dem Stadtteil.

So verknüpft das neue Angebot eine stationäre Einrichtung der Altenarbeit mit dem sie umgebenden Stadtteil. Genau solche Verknüpfungen will das „Netzwerk Gemeinsam Wohnen und Leben im Alter“ herstellen. „Dieses Modellprojekt soll die Seniorenarbeit und die Begegnung der Generationen im Stadtteil nachhaltig fördern“, erklärte Projektleiterin Julia Kurscheid. „Ziel ist es, individuelle Lösungen für ein möglichst lange selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause zu entwickeln.“

Elf dieser Modellprojekte gibt es in Nordrhein-Westfalen in elf verschiedenen Städten. Für Gelsenkirchen hat die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW die Evangelische Kirchengemeinde Bulmke als Träger ausgewählt. „Mit unserer stadtteilorientierten Arbeit und dem bereits vorhandenen Seniorenbüro Netzwerk mOsaik konnten wir gute Voraussetzungen bieten“, so Gemeindepfarrer Henning Disselhoff. Die Stiftung fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt.

Julia Kurscheid ist nun dabei, Kontakte herzustellen und Initiativen auf den Weg zu bringen. „Es gibt ganz viele Ideen und ganz viel Potential“, hat sie bereits erfahren. Erste Schritte sind bereits getan, etwa für ein Kontaktcafé im Liebfrauenstift an der Ruhrstraße in Schalke, ein Tieraußengehege im Garten eines Seniorenheimes und den Ausbau des Besuchsdienstes im Amalie-Sieveking-Haus.

Das „Netzwerk Gemeinsam Wohnen und Leben im Alter“ ist keineswegs auf Bulmke beschränkt. Kurscheid (Telefon 0209-36 13 972) steht als Ansprechpartnerin allen Gelsenkirchener Stadtteilen und Kirchengemeinden sowie allen Trägern von Seniorenarbeit zur Verfügung. Der Synodalausschuss für Seniorinnen und Senioren des Kirchenkreises unterstützt und begleitet sie dabei.

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