Mit Pauken und Trompeten

Die Nacht der Offenen Kirchen in der Altstadtkirche stieß auf reges Interesse

Wie weit waren sie zu hören, die Klänge des Posaunenchores vom Turm 46 Meter über dem Heinrich-König-Platz im Herzen Gelsenkirchens?

Wie weit waren sie zu hören, die Klänge des Posaunenchores vom Turm 46 Meter über dem Heinrich-König-Platz im Herzen Gelsenkirchens?

Gut besucht war die Altstadtkirche während des ganzen Programms in der Nacht der offenen Kirchen. FOTOS: PETER GRÄWE

Gut besucht war die Altstadtkirche während des ganzen Programms in der Nacht der offenen Kirchen. FOTOS: PETER GRÄWE

GELSENKIRCHEN – „Machen wir das im nächsten Jahr wieder?“ Diese Frage hat Pfarrer Peter Gräwe in der Nacht von Pfingstsonntag auf -montag häufig gehört. Und er war selbst genauso begeistert und erfüllt von den gut fünf Stunden in der Altstadtkirche. „Aber ich war auch ganz schön platt. Ob unser Team so eine Veranstaltung bald wieder stemmen kann? Toll wäre es, weil es einfach toll war.“

Gleich drei Mal hat sich der Pfarrer – bei Leibe kein Hungerhaken – zwischen 18 und 23 Uhr über 46 Meter senkrecht in die Höhe begeben. Beim der ersten Turmbesteigung kletterten rund 40 Frauen und Männer mit hinauf – und erlebten eine phantastische Aus- und Fernsicht bis nach Essen, Oberhausen und Dortmund. Beim zweiten Mal hatte sich der Posaunenchor spontan entschlossen, vor seiner eigentlichen Darbietung in der Kirche vom Turm aus zu blasen. Wie kriegt man Tuba, Englischhorn und Co auf den Kirchturm? Dazu bildet der Posaunenchor eine Menschenkette, die die kostbaren Instrumente über die letzten drei Leitern von Hand zu Hand nach oben weiter reicht. „Wir sind auch dabei ein eingespieltes Team“, so Gräwe, der gerne wissen möchte, wie weit man die Posaunen hat hören können. „Letztes Mal reichte unser Klang bis nach Rotthausen.“

Im Jahr der Kirchenmusik 2012 ergab sich das Programm bei der Offenen Nacht der Kirchen, an der die Altstadtkirche als einzige in Gelsenkirchen beteiligt war, fast wie von selbst. Los ging es um 18 Uhr mit dem Jugendchor U22 unter der Leitung von Roland Sturm. Mit modernen Klängen von Musikschaffenden wie Michael Jackson versetzten die jungen Sängerinnen und Sänger ihre Zuhörer in gute Stimmung. Nach der ersten Turmbesteigung kamen dann besinnliche Themen zum Zuge, als das Team der ThomasMesse zum Mitfeiern einer Taizé-Andacht einlud.

Bei seinem zweifachen Auftritt (erst vom Turm, dann im Kirchenschiff) brachte der Posaunenchor unter der Leitung von Kantor Jens-Martin Ludwig seine Vielseitigkeit zu Gehör: Choräle gehörten ebenso dazu wie Werke klassischer Komponisten und Popmusik.

250 bis 300 Menschen, schätzen die Veranstalter, haben an diesem Pfingstabend die Kirche besucht. Auch die zweite Turmbesteigung fand regen Zuspruch. In den Pausen sorgte das Team der ThomasMesse für Imbiss und Getränke. Eine relativ kleine Runde von rund 30 Menschen blieb bis zum Schluss und erlebte den Film „Brassed off – mit Pauken und Trompeten“.

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