Knapp 56 Millionen

Kirchengemeinden und Kress-Stiftung reagierten auf den Hilferuf aus Morogoro

Gemeinsam haben die stolze Summe von 20.500 € für Morogoro aufgebracht. Das Bild entstand nach der Kreissynode und geht als Gruß der Spenderinnen an den Partnerkirchenkreis. Die Personen sind eigentlich nicht so wichtig, trotzdem: (von links) Elga Zachau, Andrea Neß, Eckhard Cramer, Peter Spelsberg, Michael Schönberg, Regine Rudat-Krebs, Christiane Makulski, Andrea Rylke-Voigt, Werner Göbelsmann und Heiner Montanus. FOTO: CORNELIA FISCHER

Gemeinsam haben die stolze Summe von 20.500 € für Morogoro aufgebracht. Das Bild entstand nach der Kreissynode und geht als Gruß der Spenderinnen an den Partnerkirchenkreis. Die Personen sind eigentlich nicht so wichtig, trotzdem: (von links) Elga Zachau, Andrea Neß, Eckhard Cramer, Peter Spelsberg, Michael Schönberg, Regine Rudat-Krebs, Christiane Makulski, Andrea Rylke-Voigt, Werner Göbelsmann und Heiner Montanus. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – 20.500 Euro konnte Superintendent Heiner Montanus letzte Woche an den Kirchendistrikt Morogoro in Tansania überweisen – und hat damit überschwängliche Freude ausgelöst. Nun können die PfarrerInnen, DiakonInnen und SozialarbeiterInnen in den 20 Gemeinden des Partnerkirchenkreises wenigstens bis Ende des Jahres eine Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen.

Da Tansania keine Kirchensteuern kennt, ist der Kirchendistrikt ganz wesentlich auf die Gottesdienstkollekten angewiesen. Sie sind dramatisch eingebrochen durch die Corona-Pandemie. Zum einen verstärkt sie die Inflation und wirtschaftliche Rezession des Landes. Zum anderen sind die Gottesdienste aus Angst vor Ansteckung nicht mehr so gut besucht. Weniger Menschen, die weniger oder gar nichts verdienen, können auch weniger spenden.

Bereits seit Mai bekommen die kirchlichen MitarbeiterInnen höchstens die Hälfte ihrer monatlichen Zuwendung. Schon ihr normales „Gehalt“ ist so niedrig, dass sie davon allein nicht leben können. Sie bessern ihr Einkommen auf, indem sie z.B. Gemüse anbauen, Hühner züchten oder Taxis vermieten.

Der Hilferuf aus Morogoro erreichte den Superintendenten des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid im Juli 2020. Er wandte sich daraufhin an die acht Kirchengemeinden mit der Bitte um Unterstützung. 16.000 Euro, hatte Montanus berechnet, brauchte der Partnerkirchenkreis, um bis Ende des Jahres über die Runden zu kommen.

Nun ist dank der großzügigen Spenden aus allen Kirchengemeinden und der Kress-Stiftung sogar noch mehr zusammengekommen: Umgerechnet knapp 56 Millionen Tansania-Shillings (Wechselkurs am 8.10.2020) helfen dabei, das evangelische Gemeindeleben in der Stadt Morogoro und in den vielen ringsum liegenden Dörfern aufrecht zu erhalten.

NACHTRAG: Wie die Inflation in Tansania voranschreitet, lässt sich am Wechselkurs ablesen. Am 8. Oktober entsprachen die 20.500 Euro knapp 56 Millionen TZS (Tansania-Shillings). Schon am 14. Oktober waren es über 68 Millionen TZS.

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