Kirchenkreis feiert Kirchenjahreswechsel

Auftakt des Jubiläumjahres 2017: 500 Jahre Reformation

Wolfram Boelzle überraschte die Gäste mit seiner Interpretation Georg Kreislers "Meine Freiheit - deine Fraiheit". FOTOS: CORNELIA FISCHER

Neujahrsempfang: Superintendent Heiner Montanus und Präses Annette Kurschus.

Der Neujahrsempfang wurde mit rund 300 Gästen im Hans-Sachs-Haus gefeiert.

Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, hielt das Grußwort.

GELSENKIRCHEN − Am 30. November hat der Evangelische Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid mit einem festlichen Gottesdienst das neue Kirchenjahr gefeiert. Diesmal ist es ein besonderes Jahr, denn 2017 heißt es: 500 Jahre Reformation. Für den Gottesdienst wurden dieses Mal ein paar Besonderheiten vorbereitet: Schon vor der Begrüßung durch Superintendent Heiner Montanus wurden die Gäste auf den Stufen zur Altstadtkirche mit Bläsermusik empfangen. Die Festpredigt hielt Präses Annette Kurschus, leitende Geistliche der westfälischen Landeskirche. Den Gottesdienst bereicherten musikalische Beiträge der Künstler Michael Gees und Wolfram Boelzle, des Kreiskantors Andreas Fröhling sowie der Bläser von Blechwerk, EmscherBlech und Lukas Horns unter der Leitung von Landesposaunenwart Daniel Salinga.

Passend zur Vorstellung des Leitmotivs des Reformationsjubiläums „Einfach Frei“ der westfälischen Landeskirche überraschte Boelzle die Gäste zum Abschluss des Gottesdienstes mit seiner temperamentvollen Interpretation von Georg Kreislers „Meine Freiheit – Deine Freiheit“. Im Anschluss lud Superintendent Heiner Montanus alle Anwesenden zu dem anschließenden Neujahrsempfang ins Hans-Sachs-Haus ein. Trompeter und Posaunisten bildeten einen musikalischen Korridor und leiteten die Gäste in das nahe gelegene Rathaus der Stadt Gelsenkirchen. Anlässlich des Beginns des Reformationsjahres wurde der Empfang zum ersten Mal dort ausgerichtet.

Oberbürgermeister Frank Baranowski hielt als Hausherr und geladener Gast das Grußwort. Er ging auf den reformatorischen Kernbegriff der Freiheit ein – ein Thema, das in diesen Tagen nicht nur Theologen umtreibe: „Für die Freiheit der Menschen, egal welcher Religion, erleben wir gerade keine unkritische Zeit.“ Es müsse klar sein, dass dies kein Thema ausschließlich für die Politik sei, dass der Populismus zu einer echten Bedrohung für unsere Freiheit, das gute Miteinander von Menschen, und letztlich für unsere christlichen Werte geworden sei, so Baranowski. „Hier ist Stadtpolitik und Stadtgesellschaft gefordert, und wir stehen keinesfalls schutzlos da“, betonte Baranowski, „denn wir haben Stärken, die wir zur Geltung bringen können – dabei nehme ich die Evangelische Kirche als wichtigen Partner wahr, mit ihrem sozialen Engagement in ihren Gemeinden und Stadtteilen.“

Im Jahr 2017 wird die Reformation, die weltweit neue Weichen für die Entwicklung von Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur stellte, auf besondere und abwechslungsreiche Weise gewürdigt: Über das ganze Jahr verteilt wird es im Kirchenkreis bis zum Reformationstag am 31. Oktober viele verschiedene Aktionen und Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und Themengottesdienste geben.

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