Gemeinschaft wird erfahrbar

Superintendent Heiner Montanus: Gerade jetzt ist das Miteinander wichtig

Superintendent Montanus: "Unsere Kirchengemeinden gestalten neue Möglichkeiten, das Getrenntsein zu überbrücken." FOTO: CORNELIA FISCHER

Superintendent Montanus: "Unsere Kirchengemeinden gestalten neue Möglichkeiten, das Getrenntsein zu überbrücken." FOTO: CORNELIA FISCHER

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser,

„Gemeinsam allein“
So lautete in dieser Woche die Überschrift in einer Zeitung.
Die beiden Worte bringen auf den Punkt, was ist.

Uns verbindet augenblicklich das Alleinsein.
Wir halten Abstand, achten auf Distanz und wollen niemandem zu nahe kommen. Selbst zu denen, deren Nähe wir sonst suchen.
Wir halten Abstand. Und stehen gerade dadurch zusammen.

Das heißt auch: Wir sind allein. Vieles, was sonst selbstverständlich ist, fehlt auf einmal. Und wir vermissen es schmerzlich.

Beides trifft auch uns als Kirche. Weil das Miteinander wichtig ist. Weil Gemeinde von Gemeinschaft kommt.
Und jetzt, wo wir das Miteinander in besonderer Weise brauchen, fallen die Gottesdienste aus, treffen sich Gruppen nicht mehr, sagen Chöre ihre Proben und Konzerte ab. Alles aus gutem Grund. Aber nie „einfach so“.

Darum sind unsere Kirchengemeinden kreativ und gestalten neue Möglichkeiten, das Getrenntsein zu überbrücken. Sie machen sich auf den Weg, damit auch unter den Bedingungen von Corona Gemeinschaft erfahrbar wird.
Besuchen Sie die Homepage Ihrer Gemeinde und entdecken Sie, was verbindet und trägt.
Und wenn Sie jemanden brauchen, der zuhört: Rufen Sie Ihre Pfarrerin, ihren Pfarrer an!

Und wenn Sie abends um 19:00 Uhr das Fenster öffnen, können Sie „Gemeinschaft“ sogar hören. Dann läuten nämlich überall in Gelsenkirchen und Wattenscheid die Glocken. Nicht einfach so. Sondern als Zeichen der Verbundenheit.
Einige stellen dann eine Kerze ins Fenster. Licht in der Dunkelheit.
Einige sprechen ein Gebet und verbinden sich so mit Gott, mit nahen und mit fernen Menschen, mit Bekannten und Unbekannten.
Einige singen oder summen ein Lied. Vielleicht „Der Mond ist aufgegangen“. Für sich, für andere. „… und lass uns ruhig schlafen, und unsern kranken Nachbarn auch“.
Einige hören einfach die Glocken. Sehen den Kerzenschein. Bringen dem Nachbarn etwas mit beim Einkaufen. Werden in Gebete hineingenommen, in einem Lied mit bedacht – ob sie es ahnen oder nicht. Rufen den alten Freund an.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben alles: in Krankenhäusern und Pflegediensten, in Kindertageseinrichtungen und der Ganztagsbetreuung, in Geschäften und der Stadtverwaltung, in Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst...

Viele Beispiele zeigen: Wir können auch jetzt einen Unterschied machen.
Gemeinsam allein, und eben auch: Gemeinsam nicht einsam.

Ich wünsche Ihnen und allen, die zu Ihnen gehören, viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.
Mit einem Wort aus der Bibel: Ich wünsche Ihnen Gottes Segen, sein Mitgehen auf Ihren Wegen.

Gott behüte Sie!

Ihr Heiner Montanus
Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid

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