Für ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit

Konferenz der Kirchenkreise und Kommunen fordert Unterstützung von Bund und Land

Oberbürgermeister Frank Baranowski (links) unterzeichnete die Erklärung gemeinsam mit Michael Stache (Moderator der Ruhrsuperintendentenkonferenz). FOTO: ACHIM POHL

Superintendent Rüdiger Höcker: „Das Ruhrgebiet hat Erfahrung mit Zuwanderung und Integration.“ PHOTO: CORNELIA FISCHER

ESSEN – Am Dienstag, 8. März, haben Evangelische Kirchenkreise und Kommunen im Ruhrgebiet eine gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingssituation im Ruhrgebiet abgegeben.

An dem Treffen haben elf Oberbürgermeister, vier Landräte und 15 Superintendenten (leitende Geistliche der Kirchenkreise) teilgenommen, unter ihnen Superintendent Rüdiger Höcker für den Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid und Oberbürgermeister Frank Baranowski für die Stadt Gelsenkirchen.

Superintendent Höcker berichtet von der Tagung: „Mit Worten aus einem Brief des Paulus an die Gemeinde in Thessalonich begann die Konferenz am 8. März in Essen:

‚Wir ermahnen euch aber, liebe Schwestern und Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Seht zu, dass keiner dem anderen Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass.

Das Thema des Treffens lautete: Die Flüchtlingssituation im Ruhrgebiet. Am Ende stand die gemeinsame Erklärung der Städte und Kreise sowie der Superintendentinnen und Superintendenten im Ruhrgebiet.

Schon in der Bibel werden viele Flüchtlingsgeschichten erzählt. Und immer wieder geht es um das Recht auf Flucht, das Recht auf Asyl, das Recht auf ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit. Und es geht um das Recht, an einem neuen Lebensort neu anfangen zu dürfen.

Die Erde ist uns gemeinsam anvertraut. Sie ist ein Geschenk Gottes an uns alle. Entsprechend stehen wir in der gemeinsamen Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Wo diese mit Füßen getreten werden, gibt es das Recht auf Flucht und das Recht auf Asyl. Und es gibt das Recht auf friedliche Zuwanderung.

Wir wissen: Das Ruhrgebiet hat Erfahrung mit Zuwanderung und Integration. Aber das Ruhrgebiet weiß auch um die anstrengende Aufgabe, allen Menschen, die bei uns leben, Hoffnung und Zukunft, Perspektive auf ein Leben in Würde und Frieden zu ermöglichen. So gehört zu dieser gemeinsamen Erklärung zur Flüchtlingssituation im Ruhrgebiet der Gelsenkirchener Appell aus dem Jahr 2012, das Gelsenkirchener Modellprojekt „Kein Kind zurücklassen“ und die Kampagne der Evangelischen Kirche von Westfalen „Lasst und nicht hängen - gegen Kinderarmut“.

Die Würde des Menschen, sein Recht auf Unversehrtheit, sein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, auf Bildung, auf Arbeit, auf ein selbstverantwortetes Leben ist unteilbar. Daran immer wieder zu erinnern, ist Aufgabe der Kirche. Dies gemeinsam zu gestalten mit allen demokratischen Kräften ist aller Mühe wert. Davon wusste schon Paulus zu berichten in seinem Brief an die Menschen in Thessalonich; daran knüpft die gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingssituation im Ruhrgebiet an.“

Die gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingssituation im Ruhrgebiet kann hier als PDF heruntergeladen werden.

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