Erinnerungen wecken durch Melodien und Gerüche

Zahlreiche Aspekte der Demenz kamen beim "Forum Lebenswert mit Demenz" zur Sprache

Die angeregte Podiumsdiskussion zum Thema Demenz wurde von Dr. Elmar Busch, Chefarzt der Klinik für Neurologie an den EVK, moderiert. FOTO: CORNELIA FISCHER

Die angeregte Podiumsdiskussion zum Thema Demenz wurde von Dr. Elmar Busch, Chefarzt der Klinik für Neurologie an den EVK, moderiert. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Welche Bedeutung hat der Glaube für demenziell veränderte Menschen? Wie erleben Kinder und Jugendliche Demenz? Welche Erfahrungen gibt es beim Umgang mit Demenz bei Migrantinnen und Migranten? Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um das Thema Demenz wurden beim „Forum Lebenswert mit Demenz“ gegeben. Es fand Anfang Oktober in der Löchterschule in Gelsenkirchen-Resse statt. Eingeladen waren zahlreiche Expertinnen und Experten sowie eine breite Öffentlichkeit. In Vorträgen mit anschließender Podiumsdiskussion ging es um Aufgaben und Methoden zur Gestaltung einer demenzfreundlichen Kommune, die Schaffung besserer Wohnformen um rechtliche Aspekte und mehr.

„Demenzmobil“ nannte sich ein Angebot der Evangelischen Kliniken, das von Sandra Laghusemann, Oberärztin der Neurologie, vorgestellt wurde: „Wir können hier klären, ob es Anhaltspunkte für Demenz gibt. Dazu gibt es verschiedene Tests, die Aufschluss geben, ob eine fachärztliche Behandlung empfehlenswert wäre“. Etliche Personen ließen sich im Laufe des Tages von der Ärztin testen. Mit verschiedenen Aufgaben untersuchte die Neurologin die Merkfähigkeit, Orientierung oder Aufmerksamkeit der Probanden. „Einige Besucher wollten gerne eine medizinische Beratung, andere wollten sich bereits gestellte Diagnosen durch die Tests bestätigen lassen“, berichtet Sandra Laghusemann. Vor drei Jahren machte die Ärztin erste Erfahrungen in der Gerontopsychiatrie. Seitdem beschäftigt sie sich verstärkt mit dem Thema Demenz. „Ich finde es spannend, die eigentliche Persönlichkeit eines demenziell veränderten Menschen wieder hervorzulocken, etwa durch Melodien, Gerüche oder äußere Reize. Dann sieht man bei den Patienten lichte Momente, kurze Erinnerungen aufleuchten“.

Am Diakonie-Informationsstand der Ambulanten Dienste und des Evangelischen Seniorenstiftes informierten sich einige Besucher über die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Betreuung von demenziell erkrankten Menschen. Andere interessierten sich für eine Fortbildung in der Demenz-Begleitung.

Obwohl insgesamt der Grad der Gesundheit und die Lebenserwartung steigen, erkranken immer mehr Menschen an Alzheimer, der häufigsten Ursache für eine Demenz. Experten schätzen, dass in Deutschland etwa eine Million Menschen an Demenz leiden. Der demografische Wandel, berufliche Mobilität und eine steigende Zahl von Single-Haushalten führen dazu, dass in Zukunft immer weniger Familien in der Lage sein werden, Demenzkranke im gleichen Umfang zu Hause zu pflegen wie bisher. Vor diesem Hintergrund ist es bedauerlich, dass nicht mehr Besucherinnen und Besucher diese Gelegenheit genutzt haben, sich mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen. Diejenigen Besucher, die die Workshops und Vorträge besucht haben, waren sich einig: „Eine gut organisierte und sehr informative Veranstaltung, die unbedingt wiederholt werden sollte.“

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