Er hatte Geld – mehr nicht

Die „Trinity Kids“ führten das Musical „Zachäus“ auf

Verärgerung an der Zollschranke: Zachäus (Arne Iwanczik, rechts) hat mal wieder die Gebühren erhöht. Die „Trinity Kids“ unter der Leitung von Kantorin Martina Wronski führten die bekannte biblische Geschichte als Musical auf.

Verärgerung an der Zollschranke: Zachäus (Arne Iwanczik, rechts) hat mal wieder die Gebühren erhöht. Die „Trinity Kids“ unter der Leitung von Kantorin Martina Wronski führten die bekannte biblische Geschichte als Musical auf.

Am Ende ist Jesus (Till Bastian, rechts) Gast bei Zachäus. Sandra Schade (Erzählerin), Alexander Wronski (Schlagzeug), Regina Pietrek (Keyboard) und Barbara Nelken (Saxofon) komplettierten das Kindermusical. FOTOS: MAXIMILIAN WIESCHER

Am Ende ist Jesus (Till Bastian, rechts) Gast bei Zachäus. Sandra Schade (Erzählerin), Alexander Wronski (Schlagzeug), Regina Pietrek (Keyboard) und Barbara Nelken (Saxofon) komplettierten das Kindermusical. FOTOS: MAXIMILIAN WIESCHER

GELSENKIRCHEN – Ein Bauer, gespielt von René David Adolph, ärgert sich auf dem Weg zum Jerichoer Markt darüber, dass der Zollbeamte Zachäus (Arne Iwanczik) an seiner Schranke schon wieder die Zollgebühr erhöht hat. Die anderen zwölf Kinder des Kinderchores „Trinity Kids“ kommentieren die Szene mit dem Lied „Zachäus ist ein reicher Mann, den niemand richtig leiden kann“. Begleitet werden sie von Regina Pietrek am Keyboard, Barbara Nelken am Saxofon und Alexander Wronski am Schlagzeug.

Szenenwechsel: Am Stadttor von Jericho herrscht großes Gedränge, denn Jesus (Till Bastian) hat seinen Besuch angekündigt. Zachäus muss sogar auf einen Baum klettern, um Jesus zu Gesicht zu bekommen. Dieser erkennt sofort, dass es Zachäus trotz seines Wohlstandes nicht gut geht, und geht auf ihn zu. Später, beim gemeinsamen Abendessen in Zachäus‘ Villa, sieht dieser seine Fehler ein und verspricht, alle zu entschädigen, von denen er zu viel Geld kassiert hat. Jesus bestätigt ihm, dass er jetzt auch ein Kind Gottes ist.

So geschehen im Gottesdienst in der Apostelkirche am 7. Juli. Dieses Kindermusical war das bislang größte Projekt des Kinderchores „Trinity Kids“, den Kantorin Martina Wronski im letzten September auf Wunsch mehrerer Eltern gegründet hatte. Im zentralen Gottesdienst hatten die 15 Kinder zwischen vier und neun Jahren die Möglichkeit, gleich der ganzen Trinitatis-Gemeinde Buer das Resultat ihrer monatelangen Probearbeit zu präsentieren.


Die Jüngsten kommen ganz groß raus

„Warum wird diese alte Geschichte noch heute gespielt und gesungen?“, wandte Pfarrer Stefan Iwanczik sich nach dem Musical an die Gemeinde, „Es ist das alte Lied: Wir Menschen wollen immer die Größten, die Schönsten, die Beliebtesten sein, wir wollen das Sagen haben. Dafür tun wir die verrücktesten Sachen. Und wenn andere neben uns auch groß sein will, dann machen wir sie kleiner. Zachäus hatte alles für ein komfortables, luxuriöses Leben. Nein, das stimmt nicht. Er hatte Geld, mehr nicht.“ Reiche Leute, die abgehoben sind und den Boden unter den Füßen verloren haben, habe es immer gegeben: „Jesus sagte zu Zachäus, er soll vom Baum herunterklettern. Genau das muss der erste Schritt sein: Herunterkommen und sich auf Augenhöhe begegnen, am besten auf der Erde. Dafür ist Jesus auf die Erde gekommen.“ Zachäus habe durch diese Begegnung gelernt, wer er wirklich sei. „Wir sind wer! Lasst uns entdecken, wer wir sind. Das geht am besten mit Begegnungen – untereinander und mit Gott.“

Die „Trinity Kids“ bekamen viel Applaus von der Gemeinde. „Es war wirklich toll, wie alles geklappt hat“, lobte Martina Wronski ihr Kinderensemble. „Die Jüngsten können sich oft den Ablauf und die Texte am besten merken. Und jetzt bei der Aufführung, wenn es wirklich auf alles ankommt, dann sind alle super aufmerksam, zuverlässig und ruhig und machen alles richtig. Und sie hören auch ihren Kollegen zu, das ist auch nicht selbstverständlich.“

Zum Abschluss lud Pfarrer Iwanczik die Gemeinde ein: „Verlassen Sie nicht gleich den Kirchplatz, sondern folgen Sie dem Grillduft um die Kirche herum. Wir haben die Temperaturen so eingestellt, dass man bequem draußen sitzen und essen kann.“

 

 

Der Kinderchor „Trinity Kids“ tritt bei Familien- und Kindergottesdiensten auf und führt zudem jedes Jahr zwei Musicals oder Singspiele auf. Spaß am Singen, spielerische Stimmbildung und das Lernen neuer Lieder stehen bei den Proben, die immer donnerstags von 16:30 bis 17:15 Uhr stattfinden, im Mittelpunkt. Der Wiederbeginn nach den Sommerferien ist am 29. August. Eingeladen sind alle Kinder bis 10 Jahre. „Manche Kinder können schon von Natur aus schön singen, manche brauchen ein bisschen Unterricht. Und das klappt alles, wenn man sich die Zeit nimmt“, so Chorleiterin Wronski.

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