Die Engel spielen Bach

Kantaten-Zyklus zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010

Kreiskantor Andreas Fröhling ist Co-Geschäftsführer der Arbeitsgruppe Kirchenmusik beim Evangelischen Kulturbüro Ruhr 2010. Sie verantwortet den Kantaten-Zyklus „Momente der Ewigkeit“. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – In gut zwei Monaten ist es soweit: 2010 beginnt und damit das Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr. An einer ganzen Reihe von Projekten ist der Evangelische Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid beteiligt. Eines davon heißt: „Momente der Ewigkeit“.

Wer die Musik von Johann Sebastian Bach (1685-1750) liebt, kann darin schwelgen. Und wer sie noch nicht kennt, kann sich auf eine nahezu einmalige Entdeckungsreise begeben – durch das Schaffen des Leipziger Thomaskantors ebenso wie durch die Evangelischen Kirchen des Ruhrgebietes. In 36 Kirchen zwischen Oberhausen und Dortmund werden 36 Kantaten aufgeführt. „Sie werden jeweils an dem Sonntag im Kirchenjahr aufgeführt, für den Bach sie geschrieben hat“, erklärte Andreas Fröhling. Bachs Kantaten sind kleine Konzerte, meistens für Chor, Instrumentalensemble und Solisten. Oft vertonen sie das Evangelium des Sonntags. Manchmal beziehen sie sich auch auf das Wochenlied oder entfalten das Thema des Sonntags. „Wenn die Engel unter sich sind, spielen sie Mozart. Wenn Gott, der Herr, hinzukommt, spielen sie Bach.“ Das soll der evangelische Theologe Karl Barth einmal gesagt haben – und tatsächlich sind die Kompositionen Bachs mehr als nur Vertonungen. Sie lassen den Geist der biblischen Texte lebendig werden.

Die „Momente der Ewigkeit“ sind in ihrer Form der Geistlichen Abendmusik nachempfunden. In der Ansprache werden die Kantatentexte für die Gegenwart erschlossen. Jeder Kantate wird ein weiteres Musikstück an die Seite gestellt als Weiterführung oder Vertiefung ihres Themas.

Entstanden ist das Projekt in der Arbeitsgruppe Kirchenmusik beim Evangelischen Kulturbüro Ruhr 2010. Die Federführung haben die beiden Kreiskantoren Andreas Fröhling (Gelsenkirchen und Wattenscheid) und Thomas Rudolph (Essen). „Die Konzertroute geht quer durch das Ruhrgebiet und wird an jeder Station mit den Möglichkeiten vor Ort realisiert“, so Fröhling. Es singen Kirchenchöre und Solisten der örtlichen Musikszene.

Drei der 36 Konzerte 2010 finden in Gelsenkirchen statt. Bereits das zweite Konzert dieser Reihe gestaltet Fröhling selbst gemeinsam mit Christian Jeub, dem Chorleiter des Städtischen Musikvereins. Dessen Chor singt zusammen mit der Kantorei an der Nicolai-Kirche (GE-Ückendorf). Am 24.1. um 18 Uhr werden gleich zwei Bach-Kantaten aufgeführt: „Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“ (Bachwerke-Verzeichnis BWV 123) und „Herr, wie du willt“ (BWV 73).

Weitere Gelsenkirchener Stationen sind die Christuskirche Beckhausen (16.5.) und die Altstadtkirche (14.11.). Die Gesamtübersicht aller Konzerte steht im Internet unter www.evangelisch2010.de (dort auf „Musik“ klicken). KB

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