Aus vollem Herzen ökumenisch

Mit seiner Biografie passt der neue Pfarrer ins Profil der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid

Wieder angekommen, mitten im Revier: Pfarrer Daniel Schwarzmann (rechts) verstärkt seit 1.3. das Pfarrteam der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid. Pfarrer Christian Meier, derzeit Vorsitzender des Presbyteriums, freut sich über den neuen „ökumenischen“ Kollegen. FOTO: CORNELIA FISCHER

Wieder angekommen, mitten im Revier: Pfarrer Daniel Schwarzmann (rechts) verstärkt seit 1.3. das Pfarrteam der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid. Pfarrer Christian Meier, derzeit Vorsitzender des Presbyteriums, freut sich über den neuen „ökumenischen“ Kollegen. FOTO: CORNELIA FISCHER

WATTENSCHEID – Nach einigen Jahren im ländlichen Siegerland freut sich Daniel Schwarzmann, jetzt wieder mitten im Ruhrgebiet, in der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid, angekommen zu sein.

Mit dem Studium der katholischen Theologie in Münster, Paderborn und Rom begann der heute 40-Jährige seinen beruflichen Weg. „Ich bin katholisch getauft und aufgewachsen, die Priesterweihe erhielt ich 2009“, berichtet der in Datteln geborene Schwarzmann. In Dortmund wurde er rasch bekannt als Obdachlosenpfarrer in der Nordstadt. „Diese Arbeit war etwas Besonderes“, kann er rückblickend sagen.

Und dann der Bruch. „Ich habe eine deutliche Berufung gespürt zum Pfarrersein, aber nicht zum Zwangszölibat“, begründet der frisch gebackene evangelische Pfarrer den ungewöhnlichen Wechsel in seinem beruflichen Werdegang. „Und es hat mich auch gestört, dass Frauen in der katholischen Kirche immer noch nicht in leitenden Funktionen tätig sein dürfen. Dabei geht ihr so viel verloren.“

Zunächst habe er sich Zeit genommen, um mit Gott zu sprechen und sich wirklich darüber klar zu werden, wohin sein Weg ihn führen soll. Dafür zog er sich in ein Kloster zurück. Dann war seine Entscheidung getroffen und er begann seinen Wechsel von der katholischen zur evangelischen Kirche. „Ich fühle mich in beiden Konfessionen wohl, der Wechsel war sehr einvernehmlich“, kann der nun evangelische Pfarrer aus vollem Herzen sagen, „Ich bin nicht konvertiert, sondern in die evangelische Kirche übergegangen“, fügt er lächelnd hinzu.

Um als Gemeindepfarrer in der evangelischen Kirche arbeiten zu können, wurde Schwarzmann an der Ruhr-Uni Bochum wieder zum Studenten, hat dort für einige Semester evangelische Theologie studiert, in Netphen seinen Probedienst begonnen und von dort aus auch das Seminar für Pastorale Ausbildung in Wuppertal besucht. In dieser Zeit lernte er seine zukünftige Frau kennen, die als Osteopathin in Dortmund arbeitet.

Jetzt verstärkt er das Pfarrteam in Wattenscheid und zieht gerade, gemeinsam mit seiner Verlobten, dorthin um. „Ich schätze hier sehr das Miteinander, die Menschen sind so offen“, bekennt sich der „ökumenische“ Pfarrer klar zum Menschenschlag der Region. Und die neue Gemeinde freut sich auf ihn. „Er passt gut mit seiner Biografie hierher und wir sind froh, dass er jetzt schon das Team verstärken kann, auch wenn er erst im Sommer offiziell zum neuen Pfarrer in Wattenscheid gewählt wird“, freut sich Schwarzmanns Kollege, Pfarrer Christian Meier, auf die gute Zusammenarbeit. „Er bringt wertvolle Erfahrung in der Obdachlosenarbeit mit und das ist hier bei uns ja durchaus auch ein Thema.“ Und eine gute ökumenische Tradition hat Wattenscheid auch schon vorzuweisen; auch in dieser Hinsicht wird sich Daniel Schwarzmann hier sicher rasch sehr wohlfühlen.

Offiziell begrüßt in der Gemeinde wird Pfarrer Daniel Schwarzmann im Online-Zoom Gottesdienst am Sonntag, 7. März. Er leitet in seiner Predigt an zu einem "Frühjahrsputz für die Seele". Verabschiedet wird in diesem Gottesdienst Doris Weiß. Sie war seit 1981 als Leiterin im Martin-Luther-Kinderhaus tätig, danach übernahm sie die Leitung des neuen Familienzentrums Harkortstraße.

Zur Anmeldung und Einwahl für diesen Gottesdienst geht es auf der Homepage der Wattenscheider Gemeinde: www.e-ki-wa.de

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