Aus der Angstspirale herauskommen

Das „Simonton-Training“ spart auch die Auseinandersetzung mit dem Sterben nicht aus

Ulrike Klink hat als ausgebildete Beraterin und Betroffene erlebt, wie das Simonton-Training das Selbstvertrauen aufrichten und die eigenen Kräfte mobilisieren kann. FOTO: CORNELIA FISCHER

Ulrike Klink hat als ausgebildete Beraterin und Betroffene erlebt, wie das Simonton-Training das Selbstvertrauen aufrichten und die eigenen Kräfte mobilisieren kann. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Nach längerer Pause bietet die Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid jetzt wieder ein Simonton-Training an. Dabei geht es in erster Linie darum, in Krankheit gesund mit sich umzugehen. Besonders Menschen, die an Krebs erkrankt sind, können hier lernen, ihren Lebenswillen zu stärken, mehr Freude im Alltag zu finden und ungesunde Einstellungen in gesunde zu verwandeln. So mobilisieren sie ihre inneren Kräfte und unterstützen den Heilungsprozess. „Wenn man sich in tiefer Entspannung vorstellt, wie die eigene Stärke wächst, wie gut die Heilung verläuft oder wie der Tumor kleiner und kleiner wird – dann beeinflusst das tatsächlich den Körper“, beschreibt Simonton-Beraterin Ulrike Klink einen der zahlreichen Aspekte des umfassenden Trainings. Die 46-Jährige hat ihre Ausbildung 2006 noch bei Dr. Carl Simonton begonnen und 2009 abgeschlossen. Bereits für 2011 hatte sie gemeinsam mit der Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte einen Kurs geplant. Doch dann erkrankte sie selbst an Krebs. Aus der Perspektive der Betroffenen ist sie mehr denn je von dem Konzept überzeugt. „Krebs erzeugt Angst“, beschreibt sie (auch) ihre eigene Erfahrung, „und das Simonton-Training hilft dabei, aus der Angstspirale herauszukommen.“

Ob Entspannungstraining, Imagination des Heilungsprozesses oder das Herstellen des Kontaktes mit der inneren Führung – der Fokus des Trainings liegt darauf, sich gut zu fühlen. Dabei wird auch die Auseinandersetzung mit dem Tod nicht ausgespart. Im Kursprogramm heißt dieser Punkt allerdings etwas euphemistisch „Gesunder Umgang mit der Endlichkeit des Lebens“. Wenn dort von Tod die Rede ist, so hat Ulrike Klink es in ihren ersten Kursen erlebt, dann sind die Teilnehmer an diesem Kurstag schon mal gerne verhindert. „Dabei ist gerade dieser Teil des Trainings für viele eine große Entlastung und Erleichterung.“ Der Glaube spielt dabei eine große Rolle, doch begibt sich jeder und jede Einzelne selbst auf die Suche danach. „Seine innere Führung findet jeder Mensch“, so Ulrike Klink, ob es sich dabei um Gott handelt oder um einen Teil von sich selbst.“

Krebsbetroffene, chronisch Kranke und Angehörige können am Simonton-Training teilnehmen, unabhängig vom Zeitpunkt der Erkrankung. Interessierte können sich für den nächsten Kurs vormerken lassen unter 0209 – 17 98 120 und fbs@kk-ekvw.de.

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