12 Tage ohne Handy? Kein Problem! Kinderfreizeit der Evangelischen Jugend in Dänemark begeistert Kinder und Eltern

Agerskov/Dänemark. Zwölf Tage ohne Handy, ohne die gewohnte Umgebung und teilweise ohne die besten Freunde in der Nähe. Für viele Eltern klingt das zunächst nach einer großen Herausforderung. Für 30 Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren wurde daraus jedoch ein echtes Ferienabenteuer.

Gemeinsam mit allen gestaltet... eine eigene Freizeitflagge am hauseigenen Fahnenmast!

Wir hatten zwar kein Meer in der Nähe, aber es gab Wasserspiele am "eigenen Pool"!

Volkers Kuchen war so gut, dass kein Krümel verschwendet wurde!

Der Kuchen hat so viel Eindruck hinterlassen, dass das Rezept auf einem T-Shirt verewigt wurde.

Ein Lagerfeuer ist ein Muss auf jeder Freizeit! Es sorgt immer für eine ganz besondere Atmosphäre.

Gemeinsam mit sieben Mitarbeitenden der Evangelischen Jugend des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid machten sie sich in der zweiten und dritten Ferienwoche auf den Weg ins dänische Agerskov. Im „Mellerup Centret“, rund 40 Kilometer hinter der deutschen Grenze, warteten zwölf ereignisreiche Tage mit viel Action, Spiel und Spaß.

Langeweile? Fehlanzeige! Auf dem weitläufigen Gelände wurde gebastelt, gespielt, geklettert und Sport getrieben. In der Turnhalle wurde getobt, am Lagerfeuer Stockbrot gebacken und selbst der Ausflug in den dänischen Supermarkt entwickelte sich zum kleinen Abenteuer. Gemeinsam wurde gegessen, Kuchen gebacken, der Küchendienst gemeistert und der Tag in der Gruppe beendet.

Neben jeder Menge Spaß lernten die Kinder ganz nebenbei auch wichtige Dinge fürs Leben: Verantwortung übernehmen, Konflikte lösen, Rücksicht nehmen und ihre eigenen Bedürfnisse äußern. Außerdem stand tägliches Organisationstalent auf dem Programm. Dass dies nicht immer perfekt funktionierte, zeigte ein humorvoller Kommentar einer Mutter bei der Rückkehr: „Hm ... das T-Shirt, das mein Sohn trägt, ist aber nicht seins.“

Besonders beeindruckend: Viele der Kinder kannten sich vor der Freizeit kaum oder sogar gar nicht. Dennoch entstanden schnell neue Freundschaften. Aus einer Gruppe von Einzelnen wurde innerhalb weniger Tage eine Gemeinschaft, die miteinander spielte, lachte, Gottesdienste feierte und viele unvergessliche Erinnerungen sammelte.

Natürlich gab es auch Momente, in denen etwas „voll unfair“ erschien oder ein wenig Unterstützung benötigt wurde. Doch am Ende überwog das positive Fazit: glückliche Kinder, viele neue Erfahrungen und jede Menge Geschichten für zu Hause.

Und was ist nun mit der großen Frage vom Elternabend: Gehen zwölf Tage ohne Handy überhaupt?

Die Antwort lautet: Ja! Zumindest für die allermeisten Kinder war das überraschend leicht. Zwischen Lagerfeuer, neuen Freundschaften und spannenden Erlebnissen blieb schlicht kaum Zeit, das Smartphone zu vermissen.

Kein Wunder also, dass viele schon jetzt wissen: Im nächsten Jahr sind sie wieder dabei! JP

Fotos: Barbara Eggers