Die Unterzeichnenden wünschen allen muslimischen Gläubigen einen „gesegneten Monat voller Vergewisserung und Zuversicht“. Der Ramadan sei für alle Muslime weltweit eine besondere Zeit des Gebets und der Solidarität. Die sich darin ausdrückende Haltung voller Achtsamkeit, Bereitschaft zum Teilen sowie Wachsamkeit für Gerechtigkeit und Frieden sei „von größter Bedeutung für unsere Gesellschaft“.
Sowohl Islam als auch Christentum wüssten von der Bedeutung großer Gemeinschaften über Grenzen hinweg. Insofern wüssten auch beide um ihre Verantwortung für ein gelingendes Zusammenleben in der Gesellschaft. Christen und Muslime seien gefordert, zu einer lebendigen Demokratie und zum Wachsen von Vertrauen beizutragen.
Wo Glaube frei und verbindlich praktiziert und Gemeinschaft offen und respektvoll gelebt werde, entstünden Räume, „in denen Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen, Vielfalt wertzuschätzen und Konflikte mit Respekt auszutragen“. Gerade in Zeiten, in denen demokratische Grundwerte unter Druck geraten, seien spirituelle und soziale Ressourcen unverzichtbar.
Untermauert von Zitaten aus Bibel und Koran betonen die Unterzeichnenden die Herausforderung an beide Religionen, Zeichen für Dialog, Offenheit und ein friedliches Zusammenleben zu setzen. Dank sagen die Verfasser allen muslimischen Gemeinden, Verbänden und Engagierten für ihr „soziales wie spirituelles Wirken und für ihren Beitrag zu einem friedlichen und solidarischen Miteinander.“
Unterzeichnet haben das Grußwort neben Präses Ruck-Schröder Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche; Dr. Udo Markus Bentz, Erzbischof von Paderborn; Dr. Helmut Dieser, Bischof von Aachen; Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland; Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen; Dr. Antonius Hamers, Diözesanadministrator im Bistum Münster, und Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln.
Text: Bistum Münster; Pressestelle der EKvW
