Viel später und ganz woanders

Die Kreissynode vom 15. Juni hat am 5. Oktober stattgefunden

Synode mal ganz woanders – und weil sie im Zirkuszelt tagte, gab es zwischendurch eine clowneske Unterhaltungseinlage.

Synode mal ganz woanders – und weil sie im Zirkuszelt tagte, gab es zwischendurch eine clowneske Unterhaltungseinlage.

Warm anziehen mussten sich alle Beteiligten für diese Synode. Das Zelt war nicht geheizt und der Wind pfiff durch die Planen.

Warm anziehen mussten sich alle Beteiligten für diese Synode. Das Zelt war nicht geheizt und der Wind pfiff durch die Planen.

Viel Platz für corona-conformen Abstand zueinander boten die Logen und Ränge. Allerdings war es ein wenig düster.

Viel Platz für corona-conformen Abstand zueinander boten die Logen und Ränge. Allerdings war es ein wenig düster.

Der neue Kreissynodalvorstand: (von links) Jürgen Sauerland, Pfarrerin Dr. Elga Zachau, Superintendent Heiner Montanus, Pfarrer Norbert Deka, André Bsdurrek, Kornelia Schmidtfranz, Beate Cizmowski und Pfarrer Bernd Naumann. Auch gewählt, aber nicht im Bild: Dirk Blum. FOTOS: CORNELIA FISCHER

Der neue Kreissynodalvorstand: (von links) Jürgen Sauerland, Pfarrerin Dr. Elga Zachau, Superintendent Heiner Montanus, Pfarrer Norbert Deka, André Bsdurrek, Kornelia Schmidtfranz, Beate Cizmowski und Pfarrer Bernd Naumann. Auch gewählt, aber nicht im Bild: Dirk Blum. FOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Pfarrerin Dr. Elga Zachau ist die neue Stellvertreterin von Superintendent Heiner Montanus. Das hat die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid am Montag, 5. Oktober, auf ihrer ersten Tagung im Jahr 2020 beschlossen. Die 47-Jährige ist seit 2014 Pfarrerin der Evangelischen Christus-Kirchengemeinde Buer.

Da die Kreissynode, das höchste beschlussfassende Organ der Evangelischen Kirche in Gelsenkirchen und Wattenscheid, in der Regel nur zweimal im Jahr zusammentritt, wird der Kirchenkreis zwischen diesen Tagungen vom monatlich tagenden Kreissynodalvorstand (KSV) geleitet. Nach den Presbyteriumswahlen im März 2020 war auch seine Amtszeit eigentlich abgelaufen. Doch die für den 15. Juni geplante Wahlsynode musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Sie fand jetzt im Zirkuszelt im Revierpark Nienhausen statt.


Rimkus: Gestaltungsraum kann gelingen

„Manege frei für die Synode!“ sagte Landeskirchenrat Henning Juhl am Ende seines Grußwortes, in dem er herzliche Grüße von Präses Dr. h.c. Annette Kurschus und der Kirchenleitung ausrichtete. In der Manege selbst saßen allerdings nur der KSV und die Einbringer der jeweiligen Tagesordnungspunkte. Die Synodalen verteilten sich – coronagemäß mit weitem Abstand zueinander – im Zirkusrund.

Rainer Rimkus, Superintendent des Nachbarkirchenkreises Herne, nahm in seinem Grußwort die Gelegenheit wahr, sich zu verabschieden. Er geht nächstes Jahr in den Ruhestand. „Ich habe jetzt zweimal erlebt, wie wir Gestaltungsraum wollten und es dann doch nicht geklappt hat. Wir haben aber vor Augen, wie es jetzt gelingen kann, erst einmal nur zwischen Herne und Gelsenkirchen/Wattenscheid. Das hat eine Perspektive, die gut ist, die Sinn macht und die wir brauchen, weil wir alle kleiner werden und nicht in den alten Größensortierungen unterwegs sein können.“


Vier Neue im Kreissynodalvorstand

Erst vier Tage vor der Synode hatte Anne Heselhaus das Dezernat für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration der Stadt Gelsenkirchen übernommen. Gast der Synode zu sein, sei für sie „eine Premiere – auch insofern, als ich zukünftig für Sie Ansprechpartnerin, bzw. so genannte ‚Betreuungsdezernentin‘ sein werde“, sagte die frisch gebackene Stadträtin. „Sie als Kirche sind ein wichtiger und immer verlässlicher Partner, der sich seiner besonderen gesellschaftlichen Verantwortung immer wieder von Neuem kreativ und sehr lebendig stellt.“

In den KSV wiedergewählt wurden Pfarrer Bernd Naumann (Epiphanias) als Scriba (Protokollführer), sowie die PresbyterInnen Beate Cizmowski (Wattenscheid), Kornelia Schmidtfranz (Apostel) und André Bsdurrek (Trinitatis). Neu gewählt wurden neben Pfarrerin Dr. Elga Zachau als Synodalassessorin (so lautet der kirchenamtliche Titel) und Pfarrer Norbert Deka (Apostel) die Presbyter Dirk Blum (Emmaus) und Jürgen Sauerland (Christus). Die Amtszeit des KSV beträgt acht Jahre, endet also 2028. Geleitet wird er von Superintendent Heiner Montanus.


Jugendarbeit gehört zum Kirchlichen Leben

In der weiteren Tagesordnung ging es u.a. um die Einordnung der Jugendarbeit in die Systematik der Landeskirche. Die Synode sprach sich klar dafür aus, die Jugendarbeit dem Bereich „Kirchliches Leben“ zuzuordnen statt sie, wie vorgesehen, in den Bereich „Bildung“ zu integrieren.

Als die „Arbeit in interprofessionellen Teams“ bereits aufgerufen war, gab es zunächst eine Entspannungspause für die Synodalen. „Wenn wir schon im Zirkus tagen, darf ein Clown nicht fehlen“, meinte Superintendent Heiner Montanus bei der Planung und hatte die kurze Einlage beim Circus Probst gebucht.


Nächste Synode schon im November

Danach stellte Michael Westerhoff vom Referat für Personalentwicklung der Landeskirche erste Erfahrungen mit diesem Modellprojekt vor. Dabei können Kirchengemeinden auf die Wiederbesetzung einer freiwerdenden Pfarrstelle verzichten und statt dessen die Kompetenzen ihres Pfarrteams durch andere Berufe ergänzen, etwa durch Managerinnen, Diakone oder Experten für Jugendarbeit.

Corona wirbelt Vieles durcheinander. Da der Haushaltsplan für das Jahr 2021 beschlossen werden muss, findet die nächste Kreissynode bereits nächsten Monat statt: am Montag, 23. November. Dann wird der neue KSV in sein Amt eingeführt. Der Ort steht noch nicht fest, da der Zirkus an diesem Tag nicht zur Verfügung steht.

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