Pfarrer Ernst-Martin Barth Mitglied im neu gewählten Ehrenrat

„Schalke ist immer Emotion und jetzt beginnt eine neue Zeit, in der es gilt, Ruhe und Geduld zu bewahren!“ - Ernst-Martin Barth zu seiner Wahl

Ernst-Martin Barth ist seit sieben Jahren als Seelsorger in der Arena-Kapelle auf Schalke tätig, nun wurde er in den Ehrenrat des Vereins gewählt. Foto: Frauke Haardt-Radzik

Ich hänge sehr an der Kumpel- und Malochertradition des Vereins“, stellt Pfarrer Ernst- Martin Barth für sich klar heraus. Seit 2014 ist er in der Arena-Kapelle des FC Schalke 04 als evangelischer Seelsorger tätig, erfährt dabei viel über Freud und Leid sowohl von der Fan – Seite als auch von Spielern und der Vereinsseite. Verschwiegenheit ist ihm dabei berufsbedingt eine Selbstverständlichkeit.

„Die letzten Monate waren sehr anstrengend, doch nun beginnt eine neue Zeit“, resümiert Barth, der schon von Kindes Beinen an treues Vereinsmitglied ist. Im neu gewählten Ehrenrat möchte er, im Austausch mit allen Seiten des Vereins, daran mitwirken, ein menschenfreundliches, gewaltfreies Miteinander zu gestalten, so, wie es auch im Leitbild des FC Schalke 04 festgeschrieben wurde.

Der Ehrenrat wird eingeschaltet, wenn es zu Zwistigkeiten, elementaren Streitigkeiten oder etwa Anfechtungen des Aufsichtsrats komme und da oft juristische Fragestellungen dabei zu berücksichtigen sind, müssen stets zwei Jurist:innen im Ehrenrat dabei sein. „Der Ehrenrat wird dann gebeten, zur Seite zu stehen, er ist keine moralische Instanz und tritt nicht turnusmäßig zusammen. Die Arbeit läuft unter Verschwiegenheit und ist völlig unabhängig. Er ist Streitschlichter, aber er hat nicht die Aufgabe, dem Vorstand, dem Aufsichtsrat zuzuarbeiten“, blickt der Seelsorger auf seine neue Aufgabe im Verein.

Auch im vorherigen Ehrenrat saß schon ein evangelischer Pfarrer, nämlich Barths Ex-Kollege Hans-Joachim Dohm. Genau wie Barth war auch Dohm zuvor in der Arena- Kapelle als Seelsorger tätig. Um ihn als Vorsitzenden des Ehrenrats gab es große Aufregungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Rassismus-Skandal um Clemens Tönnies. Über die nun bald beginnende Arbeit des neuen Ehrenrats möchte sich Pfarrer Barth bald mit seinem Vorgänger austauschen.

„Von uns Schalkern geht keine Diskriminierung oder Gewalt aus, wir setzen Rassismus die Rote Karte.“ Festgeschrieben im Leitbild des Vereins ist es auch Barth sehr wichtig, dass Antisemitismus und Rassismus auf Schalke keinen Platz haben dürfen. Als Seelsorger kennt er die individuellen Nöte aller Seiten und durch seine bald siebenjährige Arbeit in der Arena - Kapelle habe er einen sehr engen Zugang zu den Menschen auf und um Schalke, betont Barth. Mit seinem Amt im Ehrenrat möchte er aktiv dazu beitragen, dass gute und klare Entscheidungen getroffen werden, die dem Verein aber eben auch den Menschen helfen können.

„Schalke war immer ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Nationalitäten und soll es immer sein. Auch bei kritischen Themen sind wir tolerant gegenüber anderen Meinungen und nehmen Rücksicht auf die Belange der Anderen.“ Auch dieser Passus des Vereinsleitbildes ist dem Pfarrer wichtig. „Nur im guten Austausch können wir Stimmungen und Gegensätze, unterschiedliche Meinungen und Krisen wahrnehmen.“ Seit nunmehr 36 Jahren ist Barth als Gemeindepfarrer tätig, da musste er oft mit Menschen in Krisensituationen umgehen. Klar wird auch mit dem neuen Pfarrer im Ehrenrat, die Kirche kümmert sich um den Verein. Und Pfarrer Barth freut sich auf die neue Arbeit in „seinem“ Verein, hat aber auch Respekt vor den Aufgaben, die da auf ihn zukommen werden.

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