Für ein friedliches Miteinander

Die Synodalversammlung hat sich über die Vielfalt der Religionen ausgetauscht

An jedem Tisch stand ein anderer Aspekt der religiösen Vielfalt zur Diskussion - z.B. die Stimme der Evangelischen Kirche im Chor der Religionen. Im Plenum wurden die Ergebnisse aus den Gruppen sowohl vorgetragen als auch niedergelegt. FOTOS: KATHARINA BLÄTGEN

GELSENKIRCHEN – „Wir müssen selbstbewusster werden!“ So lautet ein Ergebnis der Synodaltagung vom 27. Oktober. Nur eine selbstbewusste und selbstgewisse evangelische Kirche kann auf Menschen anderer Religionen zugehen und sich mit ihnen offen austauschen. Wie stellen wir uns Gott vor? Was bedeutet Jesus Christus für uns? Was kommt nach dem Tod? Welchen Geboten folgen wir? Darüber müssen evangelische Christen Auskunft geben können, wenn sie von muslimischen Nachbarn wissen möchten: Was glaubt ihr? Welche Bedeutung hat die Scharia für euch? Warum esst ihr kein Schweinefleisch?

Unter dem Motto „Vielfalt annehmen – Vielfalt leben“ hatte eine Projektgruppe den Abend vorbereitet. "Es geht darum, wie wir als evangelische Kirche das friedliche Miteinander innerhalb unserer Stadtgesellschaft fördern können“, hieß es in der Einladung. Delegierte aus den Kirchengemeinden Apostel, Emmaus, Trinitatis, Bulmke, Horst, Leithe und Günnigfeld waren ihr gefolgt, dazu waren die kreiskirchlichen Dienste der Verwaltung und des Berufskollegs vertreten.

In drei Tischgruppen tauschte man sich zu drei Themen aus: 1. Vielfalt der Herkunft und der Religionen, 2. Armut und Sozialarbeit, 3. Evangelische Kirche. Die Projektgruppe hatte zu jedem Thema einige Thesen formuliert, über die man schnell ins Gespräch kam. Nach 30 Minuten wechselte jede Gruppe zum nächsten Tisch und damit zum nächsten Thema. Zum Schluss fassten die Mitglieder der Projektgruppe für das Plenum die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
Dass für ein friedliches Miteinander besonders der offene Austausch mit Muslimen wichtig ist, machte Werner Göbelsmann deutlich: „Ich war 28 Jahre lang Lehrer an der Gesamtschule Ückendorf. Als ich anfing, gab es hier rund 80 Prozent katholische und evangelische Schüler. Rund 20 Prozent waren damals Muslime – inzwischen machen sie 90 Prozent der Schülerschaft aus.“

Können wir klar und verständlich über unserem Glauben reden? Dazu gab es verschiedene Erfahrungen. Die eine: Viele Mitglieder unserer Kirche können praktisch gar keine Auskunft über ihren Glauben geben. Die andere: Es gibt auch viele, die das sehr gut können. Alle Ergebnisse dieses Gesprächsabends wurden schriftlich festgehalten und werden in die Vorbereitung der Kreissynode im Sommer 2016 eingehen.

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