Gender-Referat

Eine Abteilung des Referates für Gesellschaftliche Verantwortung

 

„Da schuf Gott die Menschen, als göttliches Bild, als Bild Gottes wurden sie geschaffen, männlich und weiblich hat Gott sie geschaffen.“
(Aus dem ersten Schöpfungsbericht. Genesis 1,27)

 

„Da ist nicht jüdisch noch griechisch, da ist nicht versklavt noch frei, da ist nicht männlich und weiblich: denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.“
(Taufformel. Paulus im Brief an die Gemeinde in Galatien 3,28)

 

Vor Gott sind alle Menschen gleich und mit Würde versehen, so hält es die Bibel bereits auf ihren ersten Seiten fest. Die Taufformel, die Paulus zitiert, macht es auf ihre Art deutlich. Geschlechter-Unterschiede, wie andere Unterschiede auch, haben im Angesicht Gottes und in der Nachfolge Jesu keine Relevanz.

Als Kirche ist es unser Auftrag, diese gute Botschaft, dieses Evangelium zu verkünden, in Wort und Tat. Das Gender-Referat ist dabei besonders dem Auftrag der Geschlechtergerechtigkeit verpflichtet. Seit der Gründung 1995 – damals noch als Frauenreferat – liegt die Aufgabe darin, Chancengleichheit zu fördern und Benachteiligungen abzubauen. In der Kirche und in der Gesellschaft.

Frauen sind anders. Männer auch. Das Gender-Referat ist für alle Geschlechter da und bietet für die Vielfalt der Menschen auch eine Vielfalt an Angeboten. Darüber informiert eine separate Website.
In den 25 Jahren seiner Tätigkeit hat das Frauen- bzw. Gender-Referat Schwerpunkte in drei Bereichen gesetzt.

Kultur- und Bildungsveranstaltungen zu theologischen und biblischen Themen

Ein ganz neues Format war das 1. Gelsenkirchener Frauenmahl 2017 mit 140 Teilnehmerinnen. (Bericht und Bilder)
Und das 2. Gelsenkirchener Frauenmahl, wieder in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen, ist bereits geplant: 10. September 2020.

Über viele Jahre trat das Internationale Frauentheater „Frauenpuzzle“ auf. Zehn Jahre lang gab es pro Quartal einen Abend im „Lila Salon“. In wechselnden Kooperationen werden auch weiterhin Kulturbeiträge von Frauen präsentiert, im Kulturraum „die flora“, im Kurt-Neuwald-Saal der Jüdischen Gemeinde und in den verschiedenen evangelischen Gemeindehäusern. Die „Sonntagsmusiken“ werden am 20. September 2020 im Kulturraum „die flora“ zu sehen und zu hören sein.

Ausstellungen haben auf die besondere Übersetzung der „Bibel in gerechter Sprache hingewiesen“, mit „Mirjams Paukenschlag“ wurde die Erfolgsgeschichte der Feministischen Theologie präsentiert. Im Juni 2020 zeigt eine Ausstellung in der Altstadtkirche in Gelsenkirchen Frauengeschichten von Flucht und Vertreibung unter dem Titel „Wie meine Hoffnung überlebt hat“.

Die nächste Bücherbörse der AKTION WEITBLICK zugunsten der Menschenrechtsorganisation medica mondiale e.V. ist bereits fest terminiert. Der Weltfrauentag ist jedes Jahr wieder ein wichtiger Termin mit unterschiedlichen Veranstaltungen, am 6. März 2020 startete der Apfel-Blog mit Texten zum Weiterdenken.

Diakonisch-seelsorgerliche Arbeit mit zugewanderten Frauen

Gelsenkirchen und Wattenscheid sind internationale Städte. Hier leben Menschen aus über 100 Nationalitäten. Das ist ein großer Schatz! Zugewanderte Frauen sind jedoch besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Das Gender-Referat sucht seit 2003 mit ihnen nach Wegen in den Arbeitsmarkt und guten Möglichkeiten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Rund 2.000 Frauen aus 35 verschiedenen Herkunftsländern haben bisher von einer Beratung oder einem Kurs zur beruflichen Orientierung profitiert. Und immer wieder gelingt es, für diese Arbeit Fördermittel zu erhalten, zumeist aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union
Seit 2019 läuft das Projekt MIRA+, am 2. April 2020 erhalten die ersten Kursteilnehmerinnen ihre Zertifikate.
Zu den bereits abgeschlossenen Projekten und zwei Dokumentationsfilmen geht es hier.

Kooperationen und Beratungen

Geschlechtergerechtigkeit fällt nicht vom Himmel, und ist auch in der Kirche nicht überall selbstverständlich. Darum arbeitet das Gender-Referat mit vielen Einrichtungen zusammen, beteiligt sich an der Gründung von Initiativen und ist selbst in etlichen Ausschüssen und Gremien vertreten.

Schließlich braucht es für die konkrete Arbeit viele Kooperationspartner und ein großes Netzwerk an Mitwirkenden.

Gender-Referat Kontakt

Kontakt

Pfarrerin Antje Röckemann

Pastoratstraße 10
45879 Gelsenkirchen
Telefon 0209 - 1798 -250
Fax 0209 - 1798 -550
E-Mail antje.roeckemann@kk-ekvw.de

Hier geht es zur Website des Gender-Referates.
Zum Projekt MIRA+ kommen Sie hier.