Heßlerkirche, Jahnstraße 23, GE-Heßler

Link zur Trägerin: Evangelische Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Heßler

Sinnbild der Bauern und Bergarbeiter

Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts plante die Stadtverwaltung Gelsenkirchen, einen Markplatz im Stadtteil Heßler zu errichten und bot der Evangelischen Kirchengemeinde das dahinter liegende Grundstück zum Preis von 7.000 Mark zum Kauf an. Auch wenn die Leitung der Kirchengemeinde Gelsenkirchen noch nicht an den Bau einer Kirche im Bezirk Heßler dachte, so tätigte sie dennoch diesen Kauf.

Bei den Menschen im Heßler hingegen bestand seit längerem der Wunsch, den alten Betsaal an der Kanzlerstraße durch eine eigene Kirche zu ersetzen. Durch den Verkauf des Friedhofes an die Stadt und die Arbeit eines Kirchbauvereins konnten schließlich 160.000 Mark für den Kirchbau bereitgestellt werden.

Die Planung und Bauleitung wurde dem Architekten Fritsche aus Elberfeld übertragen, der auch den Bau der Kirche in der Neustadt verantwortete. Der ursprüngliche Entwurf des Architekten mit im Kirchturm eingebautem „Konfirmandensaal“ erregte vor allem wegen des Turms Anstoß und wurde mehrfach überarbeitet.

Am 9. Oktober 1910 fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Die Urkunde schloss mit den Worten: „Gott schütze den Bau und gebe der Gemeinde die Gnade, daß auch in diesem Gotteshause nie etwas anderes gepredigt werde, als allein das Evangelium von der freien Gnade Gottes in Christo Jesu, seinem eingeborenen Sohn, unserem ewigen Mittler, Heiland und Erlöser. 1. Korinther 3,11: Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus, Amen. Gelsenkirchen, den 9. Oktober 1910.“

In einen Zeitdokument heißt es: „Gegen Ende des Jahres 1911 war die Kirche fertiggestellt. Wuchtig, mit breitem, trotzigem Turm, stand sie nun am Marktplatz, ein Sinnbild der alten Bauerngeschlechter und Bergarbeiterstämme Heßlers.“

Bereits am 8. Dezember 1911 wurde die Kirche ihrer Bestimmung übergeben: Ein großer Festzug nahm seinen Weg vom Betsaal durch die fahnengeschmückten Straßen zur neuen Kirche und feierte unter Mitwirkung von Generalsuperintendent Dr. Zöllner den ersten Gottesdienst in der neuen Kirche.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche fast vollständig zerstört. Allein der Kirchturm blieb stehen. Erst 1955 konnte nach jahrelangem Abwägen, „wie aus den Trümmern das Beste zu gestalten sei“, unter der Leitung von Architekt Rank die neue, sehr viel schlichtere Kirche gebaut werden. Im Gemeindebrief zur Einweihung am 18. September 1955 heißt es dazu: „Leider war das Innere so zerstört, daß wir von der einst so schönen, wenngleich freilich aus einem ganz anderen Zeitgefühl gestalteten Innenausstattung bei all unseren Bemühungen nur die tragenden Säulen der Empore und als ein Stück schmerzerfüllten Gedenkens den Taufstein in die erneuerte Kirche übernehmen konnten.“

Seit dem 1989 ist die Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Heßler selbstständig. Im Jahre 2000 wurde die Kirche grundlegend erneuert: Fassade, Dach- und Glockenstuhl, Kirchturm, Heizung, Beleuchtung und Innenanstrich wurden saniert. Sowohl der Kirchturm der alten Kirche als auch die in den 50er Jahren errichtete Kirche stehen unter Denkmalschutz.

Die Gemeinde feiert sonntags um 10 Uhr Gottesdienst, die Kirche kann aber auch jederzeit nach Vereinbarung besucht und besichtigt werden. Kontakt: Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Heßler.

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