„Zu Pfingsten hier im Kirchenkreis, da ist etwas gescheh’n …“

Trinitatis-Gemeinde feierte ihr einjähriges Bestehen

Die Vorfreude auf’s Geburtstagsfest steht in ihren Gesichtern: (v.l.) Jutta Boden (Kindergarten), Pfarrerin Käthe Göckenjan mit ihren Kollegen Matthias Siebold und Stefan Iwanczik. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Pfingsten 2007 hatten sich die drei Kirchengemeinden Hassel-Markus, Scholven und Buer zur Trinitatis-Kirchengemeinde Buer vereinigt. Wenn man nach einem Jahr fragt „Kann das Geburtstagskind denn schon sprechen?“, dann lautet die Antwort eindeutig „Ja“. Das wurde zu Pfingsten dieses Jahres deutlich. Am 11. Mai beging die junge Gemeinde ihr Geburtstagsfest mit Gottesdienst, Gemeindefest und abendlichem Ausklang.

Im Zentrum stand der Familiengottesdienst in der Stephanuskirche. Unter dem Motto „Wir werden eins“ feierte die Gemeinde einen Gottesdienst, der die Gaben der Gemeindeglieder in den Mittelpunkt stellte.

Auf der Empore erklangen Posaunen, Orgel, Oboe und Flöte. Die Kinder der Singschule unter Leitung von Kantorin Martina Wronski bereicherten die Liturgie mit ihrem Gesang. Ein Pfingstlied (EG 569,2) brachten sie kurzerhand mit einem neuen Text zum Klingen: „Zu Pfingsten hier im Kirchenkreis, da ist etwas gescheh’n. Drei Gemeinden haben sich zusammengetan – wollten miteinander geh’n.“

Aber was wäre eine Geburtstagsfeier ohne Geburtstagstorte, Geburtstagsgrüße und Geschenke? Die bekamen dann ihre besondere Rolle während einer ungewöhnlichen Predigt zugewiesen. Gleich sechs Pfarrerinnen und Pfarrer der Gemeinde – Käthe Göckenjan, Karla Wessel, Stefan Iwanczik, Kirsten Sowa, Matthias Siebold und Yordan Matandika – hielten sie nicht auf der Kanzel, sondern am festlich geschmückten Geburtstagstisch, auf den die Torte platziert wurde. Das anfängliche „Rummuffeln“ (Göckenjan) über Kalorien und Lieblingstorten wich aus der Runde, als Geburtstagsgrüße von Paulus eingingen. „Ich wusste gar nicht, dass er noch immer schreibt. Der hat ja wirklich Ausdauer. Ein zäher Bursche“, täuschte Siebold seine Überraschung vor. Natürlich waren es alte „Geburtstagsgrüße“ aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 1, Verse 4–8. „Wir stecken voller Begabungen!“, fasste Göckenjan die Worte des Paulus zusammen.

Nacheinander erhoben sich die Predigenden vom Tisch und begaben sich auf die symbolische Suche nach den Begabungen, den „Geburtstagsgeschenken“. Und so fanden sie beispielsweise einen Schlüssel, für alle Gemeindeglieder, die Verantwortung tragen, eine Offene Tür, für alle in der Gemeinde, die für Kinder und Jugendliche da sind, und eine Taube, für alle, die sich nach Frieden sehnen und Schritte zu einem friedlichen Leben unternehmen.

Ganz im Sinne des Paulus mündete die gemeinsame Predigt in ein Dankeschön an Gott: für das Leben, für die unterschiedlichen Begabungen und für die Hoffnung.

Und die Torte? Sie geriet nicht in Vergessenheit: Am Ausgang der Kirche standen Helferinnen und Helfer bereit, um sie in kleinen Stückchen unter die Gottesdienstgemeinde aufzuteilen. DB

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