Wir vermissen alle Kinder sehr!

Corona-Notbetreuung in den evangelischen Kitas und Offenen Ganztagen

Nach dem Beispiel aus Italien haben die Kinder Regenbogen gemalt und in die Fenster gehängt.

Nach dem Beispiel aus Italien haben die Kinder Regenbogen gemalt und in die Fenster gehängt.

Grüße aus dem Kinderhaus Breite Straße in Erle. Die Schutzmaßnahmen sind schon fast selbstverständlich geworden. FOTOS: CORNELIA FISCHER

Grüße aus dem Kinderhaus Breite Straße in Erle. Die Schutzmaßnahmen sind schon fast selbstverständlich geworden. FOTOS: CORNELIA FISCHER

Auch Josephins Puppenkind hat eine Maske bekommen. FOTO: DAGMAR ZÄUNER

Auch Josephins Puppenkind hat eine Maske bekommen. FOTO: DAGMAR ZÄUNER

GELSENKIRCHEN – „Der Zustand der Notbetreuung wird sicher noch eine Weile andauern“, sagt Dagmar Zäuner, Leiterin der evangelischen Kita „Kinderhaus Breite Straße“ in Buer-Erle. Gemeinsam mit zurzeit zwei Erzieherinnen betreut sie Kinder, deren Eltern in ihren Berufen dringend gebraucht werden. An diesem Morgen sind fünf Jungen und Mädchen angemeldet. Alle tragen Masken, auch die Puppen in der Kita. „Erstaunlicherweise haben die Kinder das von Anfang an sehr positiv gesehen, sie betrachten das als Verkleidung. Wir sagen ihnen aber genau, was los ist und warum die Masken jetzt so wichtig sind“, stellt Zäuner fest. Morgens wird als erstes zusammen gefrühstückt, dann können die Kinder in den Garten oder in verschiedenen Gruppenräumen spielen. Gründliches Händewaschen und Masken tragen ist für alle schon selbstverständlich geworden. Noch nehmen nur wenige Eltern die Notbetreuung wahr, doch bald könnten es wohl auch im Kinderhaus mehr werden.

65 Kinder besuchen üblicherweise die Einrichtung an der Breite Straße. Insgesamt gibt es im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid 16 Kindertagesstätten, in denen knapp 140 Erzieherinnen etwa 1.000 Kinder betreuen. „In der ersten Woche waren es nur sieben Kinder, die die Notbetreuung besucht haben“, berichtet Fabian Köhler, Geschäftsführer der Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises.

Ähnlich sah es zunächst in der Betreuung des Offenen Ganztags (OGS) an Grundschulen aus. Hier sind üblicherweise etwa 130 Mitarbeiterinnen für etwa 1.100 zuständig. Zu Beginn der Notbetreuung waren es hier etwa 30 Kinder. „Alle unsere Einrichtungen sind geöffnet und es sollen nicht mehr als etwa fünf Kinder pro Einrichtung betreut werden, damit keine Infektionsketten entstehen“, sagt OGS- Bereichsleiterin Katja Heitmann und betont, dass die Mitarbeiterinnen vor Ort hier momentan wirklich Großes leisten.

Das sieht Fabian Köhler ebenso. Schon bald dürfte sich der Betreuungsbedarf  allerdings noch erhöhen. „Dort wo Kindeswohlgefährdung anstehen könnte, wollen wir genauer hinschauen und die Notbetreuung auch für Kinder aus entsprechenden Familien öffnen“, so Köhler.

Wann alle Kindertagesstätten und der Offene Ganztag des Kirchenkreises wieder für alle Kinder offen stehen, weiß noch keiner so genau. Doch Dagmar Zäuner und ihr Team im Kinderhaus Breite Straße hoffen auf ein baldiges Ende der Corona-Quarantänezeit: „Wir vermissen alle Kinder sehr und freuen uns, wenn es bald wieder ein Haus voller Kinderlachen wird!“

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