„Wir sind viele, nicht bloß 10 oder 20“

260 Jugendliche nahmen am ersten Konfi-Tag des Kirchenkreises teil

Das Thema des ersten Konfi-Tag wurde im Graffiti-Workshop bildlich gestaltet. FOTO: CORNELIA FISCHER

Das Thema des ersten Konfi-Tag wurde im Graffiti-Workshop bildlich gestaltet. FOTO: CORNELIA FISCHER

Teamgeist und kreative Problemlösung waren beim Heimwerker-Workshop „Stack Man“ gefragt. FOTO: MAXIMILIAN WIESCHER

Teamgeist und kreative Problemlösung waren beim Heimwerker-Workshop „Stack Man“ gefragt. FOTO: MAXIMILIAN WIESCHER

Vertrauen üben: Auch ein Workshop des Konfi-Tages. FOTO: MAXIMILIAN WIESCHER

Vertrauen üben: Auch ein Workshop des Konfi-Tages. FOTO: MAXIMILIAN WIESCHER

Beim Markt der Möglichkeiten hatten die Konfis die Qual der Wahl. FOTO: CORNELIA FISCHER

Beim Markt der Möglichkeiten hatten die Konfis die Qual der Wahl. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Trotz des Wochenendes herrschte Anfang November reger Betrieb im großen Saal der Evangelischen Gesamtschule: Das Jugendreferat des Kirchenkreises hatte zum ersten Mal zu einem Konfi-Tag eingeladen. Etwa 260 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus fast allen Gemeinden des Kirchenkreises waren dieser Einladung gefolgt. Die Flaggen auf der Bühne erinnerten mit dem Motto „Was für ein Vertrauen“ an den Kirchentag im Mai in Dortmund. „Vertrauen“ lautete auch das Motto des Konfi-Tages. Was das bedeutet, erfuhr Moderatorin Barbara Eggers schon bei der Begrüßung: Ihr Kollege Tim Strunkheide erklärte ihr, was eine Slackline ist. Nachdem drei Konfirmanden ihr das Geschicklichkeits-Sportgerät auf der Bühne vorgeführt hatten, resümierte sie: „Genau wie ihr eurem Helfer vertraut, vertrauen wir auf Gott.“ Das gemeinsame Lied „Groß ist unser Gott“ folgte, angestimmt von Pfarrer Holger Dirks.

Danach lud das Team die Konfirmanden dazu ein, mit ihren Handys eine eigens eingerichtete Online-Umfrage aufzurufen und zehn mögliche Antworten auf die Frage „Wem vertraut ihr?“ in die Reihenfolge zu bringen, die für sie am meisten zutrifft. Nach über hundert Antworten war auf der Großbildleinwand das Ergebnis zu sehen: Die Antworten „Familie“, „Freundschaft“ und „Dir selbst“ hatten am besten abgeschnitten, gefolgt von „Das Gute“, „Gott“, „Wissenschaft“ und „Natur“. Die Schlusslichter der Rangliste bildeten „Medien“, „Unternehmen“ und „Politik“.

Workshop-Plätze schnell vergeben

Anschließend begannen die Workshops, die über die ganze Schule verteilt waren: Die Teilnehmer hatten die Wahl zwischen Impro-Theater, Jonglage, mehreren Musik-Workshops, Videodreh mit dem Handy, einem „Ninja Warrior“-Parcours in der Sporthalle und mehr.

Beim Workshop „Escape Room“ zum Beispiel versuchten sich sechs Jugendliche an mehreren in einem Klassenraum verteilten Rätseln. „Das Ziel ist, Martin Luther zu finden, zu retten und auf der Wartburg in Sicherheit zu bringen“, erklärte Hannah Gruner vom Jugendteam der Christus-Kirchengemeinde, die zusammen mit ihren Kollegen Simon Spelsberg und Lukas Matysek diesen Workshop anbot. Unermüdlich suchten die sechs Teilnehmer nach versteckten Hinweisen im Raum und versuchten die Rätsel auf den Zetteln an den Wänden und in den Büchern im Regal zu entschlüsseln. „Verfolgt eure Ideen bis zum Ende durch“, ermutigte Hannah Gruner ihre Spiel-Kandidaten, „Ihr müsst drei Rätsel lösen, jede Lösung öffnet das Schloss zur nächsten Stufe“. Ein Spiel wie dieses hatte das Jugendteam der Christus-Kirchengemeinde in diesem Jahr schon einmal veranstaltet, nämlich bei der Konfi-Fahrt. „Unsere Workshop-Plätze waren heute alle ziemlich schnell vergeben“, so Simon Spelsberg.

In einem anderen Raum gab der Künstler Michael Pira Unterricht in der Airbrush-Technik. Zwölf Jugendliche gestalteten Stoffbeutel mit Symbolen, Tierzeichnungen und Schriftzügen, indem sie Papierschablonen auf den Stoff aufklebten und dann mit einem Druckluftsprühgerät Farbe auftrugen. Gleichzeitig maßen sich in der Sporthalle mehrere Teams im „Juggern“: Zwei Mannschaften lieferten sich einen Kampf um einen Ball. Das Sieger-Team musste ihn in den Ziel-Ring ihrer Gegner stecken, während diese mit Schaumstoff-„Waffen“ dies zu verhindern versuchten.


Wenn du vertraust, dann traust du dich was

Nach der Mittagspause öffnete der „Markt der Möglichkeiten“ seine Türen. Ein großer Schriftzug „Vertrauen“ – das Resultat des Graffiti-Workshops vom Vormittag – zierte den Lichthof der Schule. Die Konfirmanden nutzten ausgiebig die Gelegenheiten, sich beim Karaoke im Theater oder bei einem mannshohen „Vier gewinnt“ zu messen. Probierstände an der Mensa luden ein, Fingerfood zu testen – ebenfalls das Resultat eines Workshops am Vormittag. „Bei so einem Konfi-Tag für den ganzen Kirchenkreis können wir auch solche hochwertigen Workshops anbieten, die eine Gemeinde allein nicht stemmen kann“, erklärte Silke Salentin vom Jugendreferat des Kirchenkreises, „Normalerweise bleiben die Konfirmanden ja nur in ihrer Gemeinde. Jetzt sehen sie schon: Ich bin nicht einer von zehn oder zwanzig Jugendlichen, sondern wir sind viele.“

„Beim Entenfangen gab es richtige Highscores, oder?“, fragte Barbara Eggers bei der Abschluss-Andacht ihre Schützlinge. „Ich habe gehört, mindestens drei von euch hatten drei Treffer bei drei Versuchen.“ Tim Strunkheide und Janika Gerstenkorn komplettierten das Programm zum Thema Vertrauen mit einem Poetry Slam mit dem Titel „Das Leben ist eine Slackline: „ Du kommst nur weiter, wenn es etwas gibt, das dich hält – ein Glaube, eine Liebe, ein Freund, ein Gott. Wenn du vertraust, dann traust du dich was.“ Der kreiskirchliche Konfi-Tag endete mit einem Segen von Pfarrer Holger Dirks und einem Dank an die etwa 40 Ehrenamtler, die diesen gemeinsamen Tag ermöglicht hatten. „Martin Luther wurde übrigens gefunden und gerettet“, erzählten mehrere Workshop-Teilnehmer beim Hinausgehen.

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