Wie die Buchstaben in den Stein kommen

Kindergartenprojekt über „Abschied, Tod und Trauer“

Bereits eine Woche vor dem Steinmetz-Besuch waren die Kinder im Bestattungsinstitut Suttmeyer zu Gast. Die Scheu vor einem Sarg war beim Anmalen schnell verschwunden. FOTO: CORNELIA FISCHER

Bereits eine Woche vor dem Steinmetz-Besuch waren die Kinder im Bestattungsinstitut Suttmeyer zu Gast. Die Scheu vor einem Sarg war beim Anmalen schnell verschwunden. FOTO: CORNELIA FISCHER

In der Steinmetzwerkstatt Suttmeyer lernten die Kinder, wie Buchstaben in den harten Grabstein kommen. Gespannt assistierten sie bei der Beschriftung eines Steinschildes mit dem Namen ihres Kindergartens. FOTO: UTE DIEPENBROCK

In der Steinmetzwerkstatt Suttmeyer lernten die Kinder, wie Buchstaben in den harten Grabstein kommen. Gespannt assistierten sie bei der Beschriftung eines Steinschildes mit dem Namen ihres Kindergartens. FOTO: UTE DIEPENBROCK

GELSENKIRCHEN – Erfüllt mit neuen Erfahrungen verließen die fünf- bis sechsjährigen Kinder des Kindergartens „Arche Noah“ aus Gelsenkirchen-Scholven die Steinmetzwerkstatt Suttmeyer am Hauptfriedhof in Gelsenkirchen-Buer. Dort hatten sie zusammen mit Erzieherin Bettina Alker und der Ehrenamtlichen Nina Höfer Grabsteine angesehen und vom Steinmetz- und Bildhauermeister Harald Fuchs Wissenswertes über den Steinmetzberuf erfahren. Beeindruckt waren alle, wie er seine Erklärungen an einem großen Sandstein veranschaulichte, den er in seiner Werkstatt mit vielen Werkzeugen bearbeitete. Unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften durften die Kinder helfen: Den großen Sandstein hoben sie mit einem Seilzug an und assistierten bei der Herstellung eines Steinschildes mit der Aufschrift Arche Noah.So wurden zwei ihrer großen Fragen geklärt, nämlich: Was tut ein Steinmetz? und: Wie kommen die Buchstaben in den harten Grabstein? Zum Abschied bekamen die Kinder das Steinschild zur Erinnerung an den erlebnisreichen Nachmittag geschenkt.

Den Friedhof kannten die Kinder schon von zwei Besuchen, bei denen sie den Friedhof und das Bestattungsinstitut Suttmeyer erkundeten. Dabei verschwand ihre Scheu vor den Särgen schnell, als sie diese kreativ bemalten. Alle drei Friedhofsbesuche gehören zum Projekt „Abschied, Tod und Trauer“.Bettina Alker berichtete: „Die Exkursionen werden im Kindergarten vor- und nachbereitet, so dasErfahrungen reflektiert und vertieft werden. Außerdem gibt es Raum für die vielen Fragen der Kinder.“ Die Projektidee entstand, weil Eltern fragten, wie sie Kindern Tod und Trauer erklären könnten. „Wir führen die Kinder behutsam an diese Themen heran. Dann gehen sie als Erwachse damit auch unbefangener um.“

Seit 2009 findet das Projekt immer im Herbst statt, gleichsam als Einübung für das nächste Jahr, wenn die Vorschulkinder den Kindergarten verlassen. Dazu Bettina Alker: „Das ist dann ein Abschied mitten im Leben.“

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