Werte, die das Zusammenleben bestimmen

Beim Neujahrsempfang der Evangelischen Kirche berichtete Kirchenrat Rolf Krebs aus der Arbeit beim Landtag NRW

Gute Laune beim Empfang zum Neuen Kirchenjahr im Advent: Oberbürgermeister Frank Baranowski, Kirchenrat Rolf Krebs und Superintendent Rüdiger Höcker (von links). FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Die Frage nach dem Stellenwert des christlichen Glaubens im politischen Handeln könnte vor anstehenden Wahlen auch im Sinne von Prüfsteinen wieder an Bedeutung gewinnen, erklärte Kirchenrat Rolf Krebs, der "Beauftragte der evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung NRW". Krebs sprach Anfang Dezember beim Empfang des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid vor einhundert Vertretern des öffentlichen Lebens über seine Arbeit "im Schnittpunkt von Kirche und Politik". Als "Vermittler und Übersetzer, Anwalt und Seelsorger" hatte Superintendent Rüdiger Höcker Krebs vorgestellt, der seit vier Jahren die Interessen der evangelischen Kirchen gegenüber der Landespolitik vertritt. Angesichts der krisenhaften Entwicklung der globalen Finanzmärkte und der Risiken für die Wirtschaft sind, so Krebs, einige "klassische" Themen im Schnittfeld von Landespolitik und Kirche etwas in den Hintergrund getreten. Doch die Auswirkungen des neuen Kinderbildungsgesetzes blieben ebenso weiter auf der Tagesordnung wie die Schul- und Bildungspolitik oder der Schutz der Sonntage in NRW.

Die dramatischen Krisen der Finanzmärkte entfachten aufs Neue die Diskussion um die Werte, die das Zusammenleben der Menschen bestimmen sollen, meinte Krebs. Damit hänge die Frage nach der Bedeutung der religiösen Dimension zusammen. "Für die Kirchen bedeutet das, Gott verstärkt ins Gespräch zu bringen."

Der Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid lädt seit 1991 zu seinem "Neujahrsempfang im Dezember" und erinnert damit daran, dass für die Christenheit das neue Kirchenjahr mit dem 1. Advent beginnt. In seinem Grußwort hatte Oberbürgermeister Frank Baranowski erklärt, angesichts der verbreiteten Krisen wachse der Wunsch nach Orientierung: "Da kommen die Kirchen wieder in den Blick." Ausdrücklich lobte er die Kampagne der Evangelischen Kirche von Westfalen gegen Kinderarmut "Lasst uns nicht hängen!" [epd]

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