Weltbaustelle in Gelsenkirchen

Mit Kunst auf 17 Wege zur nachhaltigen Entwicklung aufmerksam machen

Auf großformatigen Bildern...

Auf großformatigen Bildern...

...setzten sich Künstler mit den Themen Flucht und Migration auseinander.

...setzten sich Künstler mit den Themen Flucht und Migration auseinander.

Gut besucht war auch der Eine-Welt-Laden der Innenstadtgemeinde.

Gut besucht war auch der Eine-Welt-Laden der Innenstadtgemeinde.

Am Agenda-Glücksrad konnten Besucher ihr Wissen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen testen und vertiefen. Esther Halfmann (links) drehte das Rad und verteilte als Gewinn fair gehandelte Schokolade. FOTOS: FRAUKE HAARDT-RADZIK

Am Agenda-Glücksrad konnten Besucher ihr Wissen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen testen und vertiefen. Esther Halfmann (links) drehte das Rad und verteilte als Gewinn fair gehandelte Schokolade. FOTOS: FRAUKE HAARDT-RADZIK

GELSENKIRCHEN – Kunstwerke im öffentlichen Raum, Mitmachaktionen, Workshops für Kinder und Jugendliche, Diskussionsveranstaltungen: Damit will die Weltbaustelle Gelsenkirchen auf 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung aufmerksam machen.

Mit einem Konfirmandenprojekt fing es vor einem Vierteljahrhundert an. Zunächst wurden fair gehandelte Produkte verkauft, die mittlerweile im Weltladen „Im Alten Turm“ der Altstadtkirche regelmäßig angeboten werden. Im Laufe der Zeit kam immer mehr hinzu, aus einem kleinen Weinfest etwa entstand das interkulturelle Pottpüree mit Weltmusik und Jugendkultur.

Und in diesem Jahr kommt noch ein Schüppchen obendrauf. „Jetzt kooperieren wir mit dem Eine Welt Netz NRW und der Kampagne Weltbaustellen NRW“, freut sich Pfarrer Rolf Neuhaus über die immer breiter aufgestellte Kooperation.


Faire Schokolade beim Glücksrad

Künstlerische Aktionen, die die Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in die Öffentlichkeit tragen, das war dann auch die Idee der Weltbaustelle Gelsenkirchen, die sich als einen Teil der erstmals in Ückendorf stattfindenden Szeniale, dem großen Kulturfest der freien Szene, in und rund um die Nicolai-Kirche vorstellte. Große Plakatbilder im Innern der Kirche als auch drum herum befassten sich eindrücklich mit Flucht und Migration. Nebenan im Gemeindehaus wurde Kunsthandwerkliches aus dem Eine-Welt-Laden angeboten.

Sowohl dort als auch beim Agenda-Glücksrad im Raum nebenan fanden sich immer wieder Besucher ein, die auch die Kunstobjekte von Esther Halfmann auf sich wirken ließen. „Ich habe altes Spielzeug von mir genommen und auch einiges, was in den Müll geworfen wurde. Das alles habe ich mit Bauschaum zusammen geklebt“, erläutert die junge Künstlerin. Heraus gekommen sind dabei Objekte, kupfer- oder silberfarben. Bei genauem Hinsehen entdecken die Besucher hier einen Barbiepuppenkopf, dort ein kleines Spielzeugauto. Gleichzeitig dreht Halfmann das große Glücksrad. Verschiedene Aspekte von Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind da aufgelistet. Wer drei Fragen richtig beantwortet, erhält eine, natürlich fair gehandelte, Tafel Schokolade.


Theaterstück über kritischen Konsum

Und Besucher kommen an diesem Samstag viele. Vielleicht nehmen sie auch einfach gern das Angebot einer kostenlosen Tasse Kaffee und einer kleinen Verschnaufpause an. „Wir als Kirche machen bei diesem Weltbaustelle – Projekt mit, weil sich Kirche nach meinem Verständnis in der Stadt (soziale Gerechtigkeit) für die Welt (Partnerschaftsarbeit) stark machen sollte. Kirche sollte nicht nur immer um sich selbst kreisen“, hält Pfarrer Rolf Neuhaus dabei für sehr wichtige Aspekte.

Nach diesem Auftakt zieht die Weltbaustelle Gelsenkirchen weiter. Gemeindepädagogin Anja Gigla freut sich schon aufs kommende Projekt, bei dem Kinder und Jugendliche sich zwei Wochen lang mit Künstlern und Künstlerinnen treffen. Immer neue Kleidung, immer teurere Spielsachen? Das Thema kritischer Konsum wird zu einem Theaterstück entwickelt, die Kostüme dafür sollen aus gebrauchter Kleidung neu gestaltet werden. „Die Kinder sollen dabei ein Gespür dafür bekommen, was sie selbst verändern können“ ist Anja Gigla wichtig. Bis Mitte September folgen das Musikfestival Pottpüree, Filmvorführungen, Diskussionen und ein Abend der Kuba-Hilfe Gelsenkirchen.

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