Von Frühlingsurlaub und Weichspülern

Jugendliche stärken beim „Lernen mit Vorbildern“ ihr Selbstbewusstsein

Worauf kommt es an? Marcel Böse bespricht mit den Jugendlichen, was wichtig ist für den Eindruck, den sie auf andere machen. FOTO: CORNELIA FISCHER

„Ich habe Respekt vor Personen, die was geschafft haben in ihrem Leben. Ich möchte genauso werden und zeigen, dass ich nicht faul bin.“ Mit dieser Einstellung ist Martin aus der Jahrgangstufe 10 der Hauptschule Schwalbenstraße in Gelsenkirchen-Beckhausen am 11. September ins Haus des Evangelischen Kirchenkreises gekommen. Mit seiner Klasse nimmt er an einem neuen, generationenübergreifenden Projekt des Kirchenkreises teil. Unter der Überschrift „Mit Vorbildern lernen“ hat Sabine Sinagowitz (ISPA) gestandene Männer und Frauen aus der Region versammelt, die von ihrem persönlichen und beruflichen Werdegang berichten. Sie wollen die Jugendlichen unterstützen bei Strategien zu Stärkung und optimaler Darstellung der eigenen Person.

Bis November 2006 arbeiten die 16- bis 18-jährigen Jugendlichen in verschiedenen Workshops. Sie üben Präzision im sprachlichen Ausdruck mit einem Technikfachmann für Qualitätssicherung. Sie recherchieren im Buchhandel über das Lernen. Sie verbessern ihre Körperbeherrschung mit einem Fitnesscoach und sie gucken sich den „perfekten Auftritt“ von einem Opernsänger ab.

Der erste Referent, Marcel Boese, ist Produktentwickler und Geschäftsführer einer Gelsenkirchener Wellnessfarm. Er trifft genau den Ton der Jugendlichen. Sein Thema lautet „Wie wir wirken und wie wir wirken wollen“. Dank seiner konkreten Beispiele und einprägsamen Bilder arbeiten sich die Schülerinnen und Schüler im Handumdrehen bis in die Wertediskussion hinein. Auf Wandtafeln sammeln sich Begriffe, die den Jugendlichen wichtig sind: Gerechtigkeit, Vertrauen, Ehrlichkeit, Respekt, Toleranz. Dann zeigt Boese ihnen in einem kleinen Experiment, wie leicht beeinflussbar sie sind. Gerade noch hat er sie auf dem Weg geschickt, „mündige Bürger“ zu werden. Nun lässt er sie Duftaromen schnuppern und ihre Assoziationen dazu notieren. Woran denken sie bei „Pfirsich“? An Urlaub im Frühling oder an eine Weichspülermarke? Welche Werbebilder zaubern Vanille oder Schokolade ins Gehirn? Erwischt, schon ist niemand mehr Frau oder Herr der eigenen Gedanken, die Verführung hat funktioniert. Der Lerneffekt: Vorgefertigten Bildern und Meinungen ist jeder ausgesetzt.

Damit ihre Projektarbeit auch anderen jungen Menschen Mut macht, wollen die Jugendlichen mit ihren Ergebnissen an die Öffentlichkeit gehen. Eine Gelegenheit zur Präsentation gibt ihnen die Firma „Gartenfachmarkt Düsing“ bei ihrem diesjährigen Weihnachtsmarkt. Eine Design- und Marketing-Fachfrau berät und begleitet die Akteure bei den Vorbereitungen. SaSi

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