Von der Patenschaft bis zum Fahrradprojekt

Wer Geflüchteten helfen möchte, bekommt bei der ‚Lichtung’ Informationen und Orientierung

GELSENKIRCHEN – Wenn Kristina Regeniter zu einem Informationsabend über „Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe“ einlädt, dann erwartet sie keinen Massenansturm. Sie hat sich über jeden Gast gefreut, der beim jüngsten Termin am 13. Juni zur „Lichtung“ an der Dreifaltigkeitskirche in Gelsenkirchen-Erle gekommen ist. „Da steckt ja eine großartige Motivation dahinter“, meinte sie, „schließlich könnten sie auch zu Hause auf der Couch liegen oder im Garten grillen.“

Die „Lichtung“ ist im alten Pfarrhaus an der Cranger Straße 327 untergebracht. Träger ist das Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V. Hier wird die Flüchtlingshilfe im Stadtteil Erle und Umgebung koordiniert. Regeniter ist im Team der „Lichtung“ für die Koordination der Ehrenamtlichen zuständig. Die Stelle der Sozialarbeiterin wird vom Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid und dem Diakoniewerk zu gleichen Teilen finanziert. Deshalb steht sie alle Kirchengemeinden, die Informationen, Beratung oder Begleitung von Ehrenamtlichen wünschen, zur Verfügung.

Zu Beginn eines Informationsabends wird geklärt, welche Ziele die Teilnehmenden haben. „Es ist gar nicht so einfach, in der Flüchtlingshilfe aktiv zu werden“, weiß Kristina Regeniter, „wenn man noch keine Erfahrung hat, oder wenn man niemand hat, der einen begleitet – und vor allem, wenn man sich nicht traut.“ Oft sprechen die Geflüchteten nur wenig oder gar kein Deutsch und kommen aus einer anderen Kultur. Wie soll man da helfen können?

Regeniter erklärt den Teilnehmenden die Struktur der Flüchtlingshilfe in Gelsenkirchen und zeigt auf dem Stadtplan die Zuständigkeiten. „Ich stelle die drei Elemente der Flüchtlingshilfe des Diakoniewerks und ihre Funktionen vor: Dazu gehört die ‚Flüchtlingshilfe im Quartier’ ebenso wie der ‚Jugendmigrationsdienst’ und das ‚Ausländer- und Flüchtlingsbüro’.“

Auf diesem Hintergrund wird es nun konkret. Was möchte, was kann ich tun, um Geflüchteten bei der Integration zu helfen? „Das kann eine Patenschaft für eine Person oder eine Familie sein. Manche arbeiten auch lieber an einem Projekt mit, zum Beispiel bei dem Kurs ‚Frauen lernen Fahrrad fahren’.“

Kristina Regeniter skizziert die verschiedenen Möglichkeiten und versucht, gemeinsam mit den Teilnehmenden herauszufinden, zu wem welches Ehrenamt passt. Dabei dürfen alle Fragen gestellt werden, um Missverständnisse möglichst gar nicht erst aufkommen zu lassen.

„In der konkreten Arbeit gibt es immer wieder Stolpersteine“, so Regeniter. „Aber das gehört dazu. Um damit fertig zu werden, organisiere und moderiere ich regelmäßige Austauschtreffen und Qualifizierungen.“ Sie blickt optimistisch nach vorne: „Für das ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingshilfe gibt es noch viel Potenzial. Und daran arbeiten wir.“

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