Vom Trost der Malerei

Jürgen Kramer zeigt „heitere“ Malerei mit Kontrapunkten

Vertieften sich in die neuen Werke von Jürgen Kramer (rechts): Oberarzt Dr. Heiko Ullrich (links) und Pfarrer Klaus Bombosch. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Jürgen Kramer, Meisterschüler von Joseph Beuys, ist in den Evangelischen Kliniken kein Unbekannter. Zur Eröffnung seiner Ausstellung begrüßte Krankenhausseelsorger Pfarrer Klaus Bombosch den Künstler ebenso wie viele Patienten und Mitarbeitende, Gäste und Freunde, Kunstliebhaber und Interessierte, die auf die neuen Arbeiten des Künstlers gespannt waren.

Hatte Kramer bereits 2005 in den Kliniken seine älteren Werke und Zeichnungen ausgestellt, vorwiegend aus der dunklen Phase, entdeckt man in der gegenwärtigen Ausstellung eine „heitere“ Malerei, um es mit einem Wort des Philosophen Friedrich Nietzsche auszudrücken. Auf den ersten Blick wirken Farben, Formen und Motive faszinierend und anziehend, sie sind tröstlich. Aber bei genauer Betrachtung gerät auch der Kontrapunkt eines jeden Bildes ins Visier. Das macht eine anziehende Spannung aus und lädt dazu ein, sich in das Bild zu vertiefen. So präsentiert sich ein langer Krankenhausflur im Erdgeschoss als gute Galerie und Treffpunkt von Patienten, Besuchern und Mitarbeitenden.

Für Trost in seinen vielfältigen Formen, eben auch durch die Malerei und durch die Anschauung eines Bildes, ist gerade ein Krankenhaus ein guter und geeigneter Ort.

Dr. Heiko Ullrich, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, führte die Gäste der Vernissage in die Thematik ein und sprach über das Verständnis des Trostes in den philosophisch-theologischen Schriften von Boethius aus dem 6. Jahrhundert.

Zur Ausstellung ist  ein aufwendig gestalteter Katalog erschienen, in dem auch Gedichte des Malers zu finden sind. Angeregte Gespräche und Begegnungen machten den Auftakt der fast zwei Monate dauernden Ausstellung zu einem gelungenen Abend. KlaBo

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. September zu sehen in den Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen, Munckelstraße 27.

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