Verzählen gilt nicht

Im "Entenland" bauen die ganz Kleinen ein Netz für mathematische Inhalte auf

Nadine Simsek-Kämpfer (vorne) und Kerstin Dörmer entführen die Zwei- bis Vierjährigen einmal pro Woche ins Entenland. FOTO: CORNELIA FISCHER

Nadine Simsek-Kämpfer (vorne) und Kerstin Dörmer entführen die Zwei- bis Vierjährigen einmal pro Woche ins Entenland. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Wenn die Ente Oberschlau (alias Erzieherin Nadine Simsek-Kämpfer) eine Drei gewürfelt hat, aber vorwatschelt auf das vierte Feld, dann bekommt sie was zu hören. „Eins, zwei, drei“, zeigt Max auf jeden Punkt. Die Ente muss zurück aufs Dreierfeld, da kennen die Kleinen kein Pardon.

Auf spielerische Weise lernen Zwei- bis Vierjährige im „Entenland“ die Welt der Farben, Formen und Zahlen kennen. „Entdeckungen im Entenland“ ist ein Frühförderprogramm, das bereits acht Evangelische Kindergärten in Buer und Gelsenkirchen durchführen. Weitere acht werden demnächst folgen.

„Frühe Bildung nutzt die Jahre des mühelosen Lernens“, lautet eine These von Professor Gerhard Preiß (Freiburg), der das Projekt „Entenland“ entwickelt hat. Gerade in den „vier goldenen Jahren der Erziehung und Bildung“ (vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr) können Kinder die Ordnung der Welt fast intuitiv erfassen. Durch Förderprogramme wie die „Entdeckungen im Entenland“ und die anschließenden „Entdeckungen im Zahlenland“ bauen sie im Kopf ein stabiles Netz auf, das tragfähig ist für mathematische Inhalte.

„Den Kindern macht es Spaß“, berichtet Bärbel Milarch. „Sie fragen oft schon: ‚Wann gehen wir wieder ins Entenland?’“ Die Leiterin der „Kinderinsel“ am Hedwigplatz in Erle organisiert die Fortbildung für die Erzieherinnen des örtlichen Kirchenkreises. Milarch sieht in dieser Frühförderung auch einen Beitrag zur Chancengleichheit. „Alle Kinder werden mit Zahlen, Formen und Farben vertraut, unabhängig von ihren Vorkenntnissen oder der Förderung daheim.“

Das Programm umfasst 15 einstündige Einheiten. „Es ist wirklich kindgemäß und spannend aufgebaut“, hat Kerstin Dörmer festgestellt. Gemeinsam mit Nadine Simsek-Kämpfer entführt sie die Kinder einmal wöchentlich ins Entenland. „Wenn Kinder dieser Altersstufe eine ganze Zeitstunde lang mit Eifer bei der Sache sind, dann will das schon etwas heißen.“

„Ente Oberschlau“ ist für die Fehler zuständig. „Das ist den Kindern ganz wichtig“, so Simsek-Kämpfer. „Einerseits bekommen sie Selbstbewusstsein, wenn sie die Ente berichtigen. Andererseits erleben sie, dass Fehler dazu gehören und nicht schlimm sind.“

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