Verbundenheit zwischen Bergbau und Kirche

Seit Karfreitag steht auf der Scholvener Halde neben der Seilscheibe wieder ein Kreuz

Zusammen mit der Seilscheibe zeigt das am Karfreitag eingeweihte Kreuz auf der Scholvener Halde die enge Verbundenheit zwischen Kirche und Bergbau. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Seit Karfreitag stehen auf der Halde in Gelsenkirchen-Buer-Scholven Seilscheibe und Kreuz wieder beieinander – und demonstrieren damit die Verbundenheit zwischen Bergbau und Kirche in der Emscher-Lippe-region. Auch die Lieder – begleitet von einem kleinen Posaunenchor unter der Leitung von Siegfried Beßler – machte die Verbindung deutlich: Das Steigerlied wurde ebenso gesungen wie das Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“ und „Nun danket alle Gott“.

Bereits 1994 hatten Bergleute ein Kreuz auf dem Gipfel des „Scholvener Berges“ errichtet. Das Eichenkreuz war jedoch mit den Jahren marode geworden und wurde nun durch ein Kreuz aus Bongossiholz ersetzt. Junge Industriemechaniker des Bergwerks Lippe hatten das knapp drei Meter hohe christliche Heilssymbol angefertigt. Etwa 200 Scholvener waren gekommen, um seiner Einweihung beizuwohnen. Nachdem der ehemalige Kommunalpolitiker und Obersteiger Paul Porsch die ökumenische Gemeinde begrüßt hatte, intonierte diese das Steigerlied. „Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt“ sang sie, bevor Friedrich Breinig, Direktor des Bergwerks Lippe, die Verbundenheit der Menschen im Ruhrgebiet mit der Montanindustrie hervorhob: „Die Identifikation mit Industrie und Bergbau ist überall spürbar“, sagte er.

Die Pfarrer Norbert Schroers von der katholischen und Matthias Siebold von der evangelischen Kirchengemeinde in Scholven weihten anschließend das Kreuz ein. Während Schroers die Bedeutung des Kreuzes für die Christenheit mit Hilfe eines Gedichtes zu illustrieren suchte, vertraute Pfarrer Siebold der Kraft des biblischen Wortes. „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden, uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft“, zitierte er aus dem ersten Korintherbrief des Apostels Paulus. „Wir Christen versammeln uns um das Kreuz als dem Zeichen der Hoffnung gegen alles, was das Leben kaputt machen will“, sagte er. AR

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