Unterstützung für Sozialprojekte in Indien

Dr. Gudrun Löwner war neun Jahre lang als Pfarrerin in Nordindien tätig

Da die Gemeinde keine eigene Kirche hat, lud Pfarrerin Löwner zum Gottesdienst in ihr Wohnzimmer ein. FOTO: PRIVAT

NEW DELHI – „Ich hoffe, dass alle, die unsere Gemeinde unterstützten, sich durch Gottes Gnade bereichert gefühlt haben.“ Bewegende Worte zum Abschied fand Pfarrerin Dr. Gudrun Löwner in einem Schreiben an die Mitglieder und Freunde der „Deutschsprachigen Protestantischen Kirchengemeinde Nordindien.“ Nach neunjähriger Tätigkeit hat die aus Wattenscheid-Höntrop stammende Theologin ihren Dienst auf dem asiatischen Subkontinent beendet. Am zweiten Septembersonntag wurde ihr Nachfolger Joachim von Kölichen in sein Amt eingeführt.

In einem Fazit ihrer Tätigkeit konnte Gudrun Löwner auf eine ganze Liste von wichtigen Aufgabenbereichen verweisen, die sich in ihrem Amt ergeben haben. Dazu gehört unter anderem die Wiedereinrichtung eines regelmäßigen Gemeindebriefes in ganz Indien. Auch zahlreiche Leserinnen und Leser in der Heimat und vor allem in Wattenscheid konnten sich daran freuen, mit Hilfe dieses Mediums Kontakte nach Indien zu halten. Ein von ihr gegründeter Freundeskreis in Deutschland sorgte dafür, dass auch die von der Gemeinde unterhaltenen Sozialprojekte finanzielle Unterstützung fanden. Vor allem die Arbeit an den Leprakranken Indiens erfuhr auf diesem Wege manche Zuwendung.

Unermüdlich war Dr. Gudrun Löwner damit beschäftigt, auf die Nöte in Indien hinzuweisen. So besuchte sie zum Beispiel regelmäßig die Evangelischen Kirchentage in Deutschland, um auf die Arbeit der Deutschsprachigen Protestantischen Kirchengemeinde Nordindiens aufmerksam zu machen. Dank ihres Einsatzes kann die Gemeinde nun ihrem 50-jährigen Bestehen im nächsten Jahr beruhigt entgegen sehen. Das Gebiet der Kirchengemeinde ist sehr ausgedehnt. Es umfasst auch die Bereiche Nepal und Bangladesh. Die großen Entfernungen machen es oft schwierig, intensiven Kontakt zu den evangelischen Christinnen und Christen in der Region zu halten.

Pfarrerin Dr. Löwner wird auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt Indien zunächst nicht verlassen. Sie ist damit beschäftigt, ein Buch in deutscher Sprache über die christliche Kunst in Indien zu schreiben. Auf einer Fachkonferenz der Universität Heidelberg hatte sie bereits über dieses Thema einen viel beachteten Vortrag gehalten. Auch die Herausgabe eines umfangreichen Werkes über den gleichen Bereich in englischer Sprache ist geplant.

Man darf gespannt sein, was es über die Wattenscheiderin noch zu berichten gibt. WE

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