Überkreuz und Miteinander

Martin-Luther-Krankenhaus und Mittagstisch stellen gemeinsam aus

Die Mitwirkenden bei der Ausstellungseröffnung in der Friedenskirche vor den Kunstwerken beider Künstlergruppen. Von links: Karin Templin-Glees (Kunsttherapeutin/Diakonie), Corinna Lee (Diakoniewerk), Dr. Jürgen Höffler (CA Psychiatrie, MLK), Arno Mü

Die Mitwirkenden bei der Ausstellungseröffnung in der Friedenskirche vor den Kunstwerken beider Künstlergruppen. Von links: Karin Templin-Glees (Kunsttherapeutin/Diakonie), Corinna Lee (Diakoniewerk), Dr. Jürgen Höffler (CA Psychiatrie, MLK), Arno Mücke (Leiter des Mittagstisches, Diakoniewerk), Pfarrer i.R. Wilhelm Neuhoff und Michael Köster (Ergotherapeut, MLK). FOTO:DIAKONIEWERK

WATTENSCHEID – Neue Wege gehen das Martin-Luther-Krankenhaus (MLK) und das Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid: Bei einem gemeinschaftlichen Kunstprojekt werden Werke gezeigt, die aus der Arbeit der Kunsttherapie des Mittagstisches für Wohnungslose und der Ergotherapie der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Martin-Luther-Krankenhauses entstanden sind. Die Idee dazu hatte die Kunsttherapeutin des Diakoniewerkes, Karin Templin-Glees. Kontakte zwischen beiden Einrichtungen bestanden schon länger, doch jetzt erstmalig auch im künstlerischen Bereich. Der Ansatz, mit denen die Kunsttherapie und die Ergotherapie arbeiten, ist verschieden, doch auch hier finden sich Parallelen im Miteinander.

Die Kunsttherapie richtet sich an Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Schicksalen. Das kunsttherapeutische Angebot sieht eine individuelle Förderung des künstlerischen Ausdrucks in der Gruppe vor. "Das wieder neu Entdecken eigenen schöpferischen Potenzials als Ressource zur Lebensgestaltung und Hilfe zur Selbsthilfe stellen die Grundlagen meiner kunsttherapeutischen Arbeit dar", erläutert Karin Templin-Glees. "Die kunsttherapeutische Beziehung im geschützten Raum spielt eine entscheidende Rolle in der Prozessbegleitung. Der spielerische Umgang mit der Kunst ist ein wichtiger Bestandteil meines kunsttherapeutischen Verständnisses. Im Spiel fällt es leicht, Schaffenspotenzial und Ressource zu entdecken."

Die Ergotherapie in der Psychiatrie bietet Menschen mit psychischen Störungen oder Suchterkrankungen die Möglichkeit, ihre eigenen, kreativen Potenziale zu entdecken und durch die Erkrankung verloren gegangene Fähigkeiten wiederzuerlangen. "In der Ergotherapie steht die Handlung, das Tun, im Vordergrund. Für unsere Patienten ist es bedeutungsvoll, dass sie sich einer Tätigkeit von Anfang bis Ende zuwenden. Die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien ist dabei ganz wichtig. In der Ergotherapie ist es entscheidend, erworbene Verhaltensmuster aufzubrechen und Kompetenz und Anspruch miteinander in Einklang zu bringen", erklärt Michael Köster, Leiter der Ergotherapie des Martin-Luther-Krankenhauses. So sind die ausgestellten Arbeiten der Ergotherapie auch keinem besonderen Thema gewidmet, sondern Ergebnisse der Therapie. Die Werke des Mittagstisches hingegen sind themenorientierter und teilweise eigens für die Ausstellung entstanden. Das Miteinander liegt indes im gemeinsamen Bestreben der Auflösung der Stigmatisierung. So ist der Ausstellungsraum, die Friedenskirche, ganz bewusst gewählt.

Der Titel der Ausstellung "Überkreuz und Miteinander" symbolisiert, dass Kunst sowohl Gemeinsamkeiten als auch Gegensätzlichkeiten aufzeigen kann. Durch die Verbindung der beiden unterschiedlichen Einrichtungen Mittagstisch und MLK bekommt der Titel zusätzlich eine neue Bedeutung. In der Friedenskirche werden die Werke noch bis zum 4. Dezember zu sehen sein. Ein Teil der Bilder kann anschließend gekauft werden. Auch die Patienten des MLKs spenden ihre Einnahmen, sodass der gesamte Erlös an den Mittagstisch für Wohnungslose geht.

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