Trauernden auf ihrem Weg Halt geben

Pfarrer Frank Füting neuer Ansprechpartner im ökumenischen Trauercafé

Der langjährige Ansprechpartner im ökumenischen Trauercafé, Pfarrer Christian Ellgaard (links), übergibt diese Aufgabe an seinen Nachfolger Pfarrer Frank Füting.

Der langjährige Ansprechpartner im ökumenischen Trauercafé, Pfarrer Christian Ellgaard (links), übergibt diese Aufgabe an seinen Nachfolger Pfarrer Frank Füting.

In vertraulichen, intensiven Gesprächen, wie hier mit Pfarrer Christian Ellgaard, kann der individuelle Weg der Trauerarbeit herausgefunden werden.

In vertraulichen, intensiven Gesprächen, wie hier mit Pfarrer Christian Ellgaard, kann der individuelle Weg der Trauerarbeit herausgefunden werden.

Professionelle Begleitung auf dem individuellen Weg der eigenen Trauer bietet im Matthäuszentrum ein Team von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern an (v.l. Klaudia Burgsmüller, Pfarrer Christian Ellgaard, Michael Fey (katholischer Pfarrer), Pfarrer Frank Füting, Notburga Greulich (Gemeindereferentin St Urbanus), Rico Otterbach( Pastor freikirchl. Gemeinde), Brigitte Orzessek, Erika Schraa, Christine Schultze (Pastorin freikirchl. Gemeinde), Luise Thull).PHOTOS:CORNELIA FISCHER

Professionelle Begleitung auf dem individuellen Weg der eigenen Trauer bietet im Matthäuszentrum ein Team von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern an (v.l. Klaudia Burgsmüller, Pfarrer Christian Ellgaard, Michael Fey (katholischer Pfarrer), Pfarrer Frank Füting, Notburga Greulich (Gemeindereferentin St Urbanus), Rico Otterbach( Pastor freikirchl. Gemeinde), Brigitte Orzessek, Erika Schraa, Christine Schultze (Pastorin freikirchl. Gemeinde), Luise Thull). PHOTOS:CORNRELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Die Fußstapfen könnten zu groß sein, hatte Pfarrer Frank Füting befürchtet. Sein Vorgänger als Ansprechpartner im ökumenischen Trauercafé, der in den Ruhestand ausscheidende Pfarrer Christian Ellgaard, freut sich dagegen über die nahtlose Staffelübergabe: „Ich bin so froh, dass das Trauercafé mit professioneller Begleitung fortgeführt wird!“ Dadurch fällt dem 65-jährigenEllgaard der Abschied nicht so schwer.

Die Trauernden ein Stück weit auf ihrem Weg begleiten: vom Abschiednehmen zu einem neuen Alltag und hinein in ein verändertes Leben, das will nun Pfarrer Füting, gemeinsam mit einem Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, im Matthäuszentrum in Gelsenkirchen-Buer.

Am jeweils 3. Sonntag im Monat öffnet dort das Trauercafé von 14.30 bis 17 Uhr seit nunmehr 15 Jahren. Trauernde können sich mit anderen Betroffenen austauschen oder einfach bei Kaffee und Kuchen entspannen. Mitarbeitende des ökumenischen Trauercafés stehen für Gespräche zur Verfügung. Und jeder dieser Sonntage steht unter einem besonderen Motto, jedes Mal wird ein Vortrag passend zum Thema Trauer angeboten. Dabei geht es etwa um Trauer und Abschied in Märchen, mal werden besondere Entspannungsübungen vorgestellt, mal wird eine ökumenische Andacht gehalten.

Zusätzlich gibt es auch Gesprächskreise für Betroffene. In der ersten Jahreshälfte trifft sich einmal im Monat an einem Donnerstag von 18 bis 20 Uhr eine offene Gruppe. „Dies ist praktisch so eine Art Schnupperangebot. Da kann man gucken, ob das etwas Passendes ist“, stellt Pfarrer Füting dazu klar. In der zweiten Jahreshälfte findet sich eine Gruppe von 6-9 Teilnehmern, die einen geschlossenen Gesprächskreis bilden. Dieser feste Kreis trifft sich zweimal pro Monat, donnerstags, ebenfalls von 18 bis 20 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Begleitet wird diese Gruppe stets von hauptamtlichen Mitarbeitern wie Frank Füting.

So ist das Konzept des im Jahr 2003 gegründeten, ökumenisch getragenen Projekts. Damals bei seiner Gründung war diese Anlaufstelle, neben Beratungsangeboten in der Altstadt und in Wattenscheid, einzigartig im Gelsenkirchener Norden.

Und der Bedarf an solch qualifizierten Angeboten ist ganz offenbar vorhanden. Zwischen acht und 60 Besucher kommen regelmäßig ins Trauercafé, hören sich die dort stattfindenden Vorträge an oder besuchen einen Gesprächskreis.

In intensiven Gesprächen werden dabei Trauernde auf ihrem persönlichen Trauerweg begleitet, es wird nach den individuellen Quellen der Kraft gemeinsam gesucht. „Wie gehe ich mit dem Verlust um? Wie lebe ich weiter? Wie lange ist es üblich, zu trauern?“

Im Rückblick auf die vergangenen Jahre des Trauercafés sieht der in den Ruhestand verabschiedete Christian Ellgaard, „dass Trauer heute nicht mehr so ein Tabu ist wie noch in den 1970er Jahren.“ Viele Menschen hätten verstanden, dass es ihnen hilft, darüber zu sprechen. Nach wie vor sind es dabei überwiegend Frauen, die an den verschiedenen Angeboten zur Trauerbewältigung teilnehmen.

Ellgaards Nachfolger Pfarrer Frank Füting weiß, dass Jede und Jeder dabei seinen ganz eigenen Weg finden muss: „Dabei helfen wir, indem wir einen Ort bieten, Solidarität zu erleben. Hier können Betroffene Gedanken und Gefühle aussprechen.“ Gemeinsam mit einem Team werde wichtige Arbeit geleistet, für Menschen, die Halt und Verständnis suchen.

 

 

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