Standortsicherung durch enge Zusammenarbeit

Das Martin-Luther-Krankenhaus startet durch

Das Martin-Luther-Krankenhaus bietet seit 125 Jahren Spitzenmedizin

WATTENSCHEID – Die Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen und bundesweit befindet sich durch den enormen Kostendruck und anderen in den Medien diskutierten Entwicklungen, wie Krankenhausschließungen, Bettenabbau, zu viele Operationen usw. in einer dynamischen Entwicklungsphase. 

Spezialisierung des MLK
Das Martin-Luther-Krankenhaus hat sich daher ab dem Jahre 2010 durch Chefarztwechsel und Investitionen in spezialisierte Ärzteteams aufgemacht den Krankenhausstandort Wattenscheid und damit die Zukunft des MLK zu sichern.

So wurde mit Einrichten der Kardiologie und der Anstellung eines Chefarztes für Kardiologie den Wattenscheider Bürgern ab dem Jahre 2011 stationäre kardiologische Leistungen angeboten, die es bisher im MLK nicht gab.

Erforderlich wurde diese Entwicklung in der Inneren Abteilung auch durch die Tatsache, dass nach jahrelangen Verhandlungen der Geschäftsführung mit der Stadt Bochum das Martin-Luther-Krankenhaus zum Standort eines eigenen Notarztfahrzeuges wurde. Bis heute fährt der Notarztwagen am MLK von montags bis freitags, zwischen 7.30 Uhr und 17 Uhr Notarzteinsätze, vornehmlich im Notfallbereich Wattenscheid.

In der internistischen Abteilung des Hauses werden seit 15 Jahren gastroenterologische Leistungen angeboten, die ebenfalls zu den Spezialisierungen gehören.

In der chirurgischen Abteilung hat die Spezialisierung schon vor Jahrzehnten angefangen, indem schon Anfang der 80er Jahre Knie- und Hüftendoprothesen implantiert wurden. Dieser Schwerpunkt hat sich bis zum heutigen Tag erhalten.
Die Allgemein- und Bauchchirurgie mit der minimalinvasiven Chirurgie wurde ausgebaut. Mit Einstellung von Herrn Chefarzt Dr. Lainka spezialisierte sich auch die chirurgische Abteilung medizinisch weiter, indem gefäßchirurgische Leistungen angeboten wurden. Diese Leistungen konnten mit Operationen der Bauchschlagader sowie den so genannten Y-Prothesen ausgebaut werden. Für diese Spezialisierung waren hohe Investitionen im Bereich der medizinischen Gerätetechnik und insbesondere der OP Instrumentarien nötig.

Es wurden insgesamt 2 Mio. Euro in neue Fachärzteteams investiert, so dass die Voraussetzungen zum Betreiben der Kardiologie mit Herzkatheter-Leistungen sowie im Bereich der großen Gefäßchirurgie möglich wurden. 

Enorme Investitionen
Diese für ein Haus mit knapp 300 Betten, wie dem MLK, enormen Investitionen führten dann in den drei Folgejahren zu wirtschaftlichen Engpässen. Aufsichtsrat und Geschäftsführung reagierten mit einem entsprechenden Konsolidierungspapier auf diese Situation, so dass durch optimierte Arbeitsabläufe aber auch maßvolle Personalanpassungen die wirtschaftliche Konsolidierung ab Anfang 2015 wirkte.

Inzwischen ist im MLK eine wichtige Entscheidung mit einem Investitionsvolumen von rund 3 Mio. Euro in Zusammenarbeit mit der Firma Medtronic getroffen worden, die für die Standortsicherung des Krankenhauses zukunftsweisend ist.

So wird in einer Partnerschaft mit der genannten Firma das MLK als erstes und alleiniges Krankenhaus in Bochum einen Hybrid OP bauen, in dem zukünftig Herzkatheter-Leistungen erbracht werden können. Gleichzeitig können in diesem OP auch die großen gefäßchirurgischen Eingriffe durchgeführt werden.

Standortsicherung durch Überführung des MLK in den Diakonieverbund des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid
Einer weiteren wichtigen krankenhauspolitischen Herausforderung stellt sich das MLK, indem auf Seiten des Eigentümers des Krankenhauses, der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid, und dem Kirchenkreis Gespräche darüber geführt werden, dass MLK in den Diakonieverbund des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid zu überführen. Durch einen solchen Verbund wird der Krankenhausstandort Wattenscheid mit dem MLK langfristig und dauerhaft gesichert. Verhandlungen hierüber werden derzeit weiter geführt.  

Enge Zusammenarbeit zwischen den EVK Gelsenkirchen und dem MLK Wattenscheid
Als eine wesentliche Weiterentwicklung im Bereich der Kooperation zu anderen Krankenhäusern müssen die seit dem letzten Jahr geführten Gespräche der Chefärzte der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen und des MLK gesehen werden. Inzwischen sind die Verhandlungen auch auf Geschäftsführungsebene und Trägerseite soweit gediehen, dass beide Häuser zukünftig medizinisch nicht nur eng kooperieren sondern auch die Bildung von Zentren anstreben werden.

Durch den Schwerpunkt der großen Gefäßchirurgie wird in Zusammenarbeit mit den EVK Gelsenkirchen ein gefäßchirurgisches Zentrum am MLK angestrebt. Da die EVK Gelsenkirchen auch über eine geburtshilflich gynäkologische Abteilung verfügen, werden schon in nächster Zeit im MLK auch gynäkologisch geburtshilfliche Sprechstunden der Gelsenkirchener Abteilung mit Chef- und Oberärzten im Wattenscheider Krankenhaus angeboten. Auch im Bereich der Inneren Abteilung sowie der Geriatrie werden beide Krankenhäuser zukünftig intensiv zusammenarbeiten, was für die Wattenscheider Bevölkerung wesentliche Vorteile bringen wird. Da die EVK Gelsenkirchen über 12 Fachabteilungen verfügen, sind auch in Zukunft weitere medizinische Kooperationsfelder denkbar.

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