Stärken einbringen und Schwächen auffangen

Am Reformationsfest wurde die Evangelische Apostel-Kirchengemeinde Gelsenkirchen aus der Taufe gehoben

Pfarrer Herbert Barthold begrüßte die Vereinigungsgemeinde im Foyer der Evangelischen Gesamtschule. FOTO: CORNELIA FISCHER

Pfarrer Herbert Barthold begrüßte die Vereinigungsgemeinde im Foyer der Evangelischen Gesamtschule. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – „Herzlich willkommen auf unserer Baustelle!“ So begrüßte Pfarrer Herbert Barthold die vielen Menschen, die sich zur ersten gemeinsamen Andacht der Evangelischen Apostel-Kirchengemeinde Gelsenkirchen im Foyer der Evangelischen Gesamtschule (EGG) versammelt hatten. Mit voller Absicht haben die bisherigen Kirchengemeinden Bismarck, Hüllen und Ückendorf ihre Vereinigung am Reformationsfest gefeiert. Am 31.10.1517 begann die Geschichte der Evangelischen Kirche. Am 31.10.2010 begann die Geschichte der Apostel-Gemeinde.

Die fünf Kindergärten brachten ein symbolträchtiges Geschenk mit. Ein Netz im Zeichen des Kreuzes, gestaltet aus Fischen, die die Kinder gemalt hatten. Im Laufe des Festtages konnten alle Gemeindemitglieder bunte Bänder hineinknüpfen.  „Ein neues Netzwerk soll entstehen“, sagte Annegret Joseph, die Leiterin der Schatzkiste. „In dieses Netz können wir unsere Stärken einbringen, damit unsere Schwächen aufgefangen werden.“

Nach der Andacht gab es Grußworte im Theater der EGG. Superintendent Rüdiger Höcker zitierte Antoine de Saint Exupéry: „Vereinigen heißt: die besonderen Verschiedenheiten besser verknüpfen, nicht sie auslöschen um einer eitlen Ordnung willen.“ Höcker wünschte der neuen Gemeinde, sie möge ein Ort werden, an dem die Menschen erfahren können, dass ihr Leben einen Grund hat. Bürgermeisterin Gabriele Preuß gratulierte dem Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid ebenso wie der neuen Gemeinde selbst. „Ich wünsche Ihnen Vertrauen in die neuen Wege.“ Oliver Günther, Pfarrer der Nachbargemeinde Schalke, bekannte, bisher ein Skeptiker gewesen zu sein im Blick auf die Bildung größerer Gemeinden. „Aber ich habe dazu gelernt und hoffe, für den Weg unseres Kooperationsraumes der Kirchengemeinden Schalke, Gelsenkirchen-Mitte und Rotthausen weiterhin von Ihnen lernen zu dürfen.“

Andacht und Grußworte waren der Auftakt zum Festtag mit Angeboten für Jung und Alt in den Räumen der EGG. Die Gesamtschule steht seit ihrer Entstehung in guten Beziehungen zu ihrer Ortsgemeinde Bismarck und führt diese mit der Apostel-Gemeinde fort.

Die Neue ist die größte evangelische Kirchengemeinde in Gelsenkirchen südlich des Kanals. Ihre 15.000 Mitglieder (Bismarck 6.795, Hüllen 3.106, Ückendorf 5.189) leben auf rund 16,3 Quadratkilometern (Bismarck 8,68; Hüllen 3,11; Ückendorf 4,49). Sie hat fünf Pfarrstellen, vier Kirchen und vier Gemeindehäuser.

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