Spitzenverdienst: 150 Euro im Monat

Der Besuch in Morogoro stand ganz im Zeichen der Bildung – und der Kosten dafür

Vor malerischer Kulisse steht das neue Kreiskirchenamt in Morogoro. Mit 10.000 Euro aus Gelsenkirchen und Wattenscheid und 3000 Euro aus Eigenmitteln wurde es errichtet. Nun steht der Rohbau – und wird bereits kreativ genutzt. Für den Innenausbau fehlt

Vor malerischer Kulisse steht das neue Kreiskirchenamt in Morogoro. Mit 10.000 Euro aus Gelsenkirchen und Wattenscheid und 3000 Euro aus Eigenmitteln wurde es errichtet. Nun steht der Rohbau – und wird bereits kreativ genutzt. Für den Innenausbau fehlt derzeit das Geld. FOTO: KLAUS VENJAKOB

GELSENKIRCHEN – Sie sind wohlbehalten nach Gelsenkirchen zurückgekehrt: Markus Klein (Vorstand der Kress-Stiftung), Lothar Ständeke (Kreissynodalvorstand), Pfarrer Klaus Venjakob (Vorsitzender des Ökumene-Ausschusses) und Pfarrerin Erika Bogatzki (Ökumenereferat). Zwei Wochen lang waren sie bei den Partnern im Kirchenkreis Morogoro in Tansania zu Gast.

Einer der Höhepunkte war der Besuch des „Presbyterian Seminary“. Hier ist die Mehrzahl der Kinder aus dem Stipendiatsprogramm „Bildung ist der Lebensschlüssel“ untergebracht. Die Renée und Rudi Kress-Stiftung (GE-Buer) ermöglicht in Zusammenarbeit mit den Partnerkirchenkreisen Morogoro und Gelsenkirchen ausgewählten Mädchen und Jungen den Besuch dieser weiterführenden Schule. In Tansania ist nur die Grundschule bis Klasse 7 kostenfrei. Die weitere Bildung können sich nur sehr Wenige leisten.

„Die Schule hat einen wirklich guten Eindruck auf uns gemacht“, berichtete Pfarrerin Bogatzki. Es gibt zwar Schulen, die kostengünstiger sind als das Presbyterian Seminary, aber dort fehlt es oft an Lehrkräften und Material. Pro Jahr und Schüler gibt das Stipendiatsprogramm 950 Euro aus. Darin sind alle Kosten enthalten: die Schulgebühren, das Lehrmaterial, die Internatsunterbringung, die Schuluniform und die Prüfungsgebühren. „Die Internatsunterbringung ist wichtig“, erklärte Bogatzki. „Die Kinder müssen sonst viel zu weite Wege zurücklegen und finden zu Hause keine Zeit für die Hausgaben.“

Die Delegation hat viele Gespräche geführt und erste Weichen gestellt für die Einrichtung von Stipendien für die Kinder kirchlicher Mitarbeitender. „Wir haben sie von „Bildung ist der Lebensschlüssel“ ganz bewusst ausgeschlossen, um gar nicht erst den Verdacht der Vetternwirtschaft aufkommen zu lassen“, sagte Pfarrer Venjakob. Doch der Geschäftsführer des Kirchenkreises, Norbert Mbwillo, verdient 80 Euro im Monat. Davon kann er für keines seiner Kinder den Besuch einer weiterführenden Schule bezahlen. Zum Vergleich: Ein Bischof verdient rund 150 Euro, ein Angestellter im öffentlichen Dienst etwa 300 Euro. KB

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