„Sehr sommerliche Sommernachtsträume“

Umjubeltes Festprogramm zu 25 Jahren Europäisches Klassikfestival

Der kurzfristig eingesprungene kanadische Pianist Marc Pierre Toth brachte eine wahre Meisterleistung zustande und erfreute sich daran wohl ebenso wie das zahlreiche Publikum.

Die Camerata Hungarica, das Streichorchester, hauptsächlich bestehend aus Musikern der Philharmonia Hungarica und der Sinfonietta Hungarica, bestritt zusammen mit einigen Solisten den Konzertabend „Sommernachtsträume 2022" in der Matthäuskirche. Volker Zwetzschke, Intendant des Europäischen Klassikfestivals, moderierte den Abend.

Das Streichorchester, die Solisten, der Dirigent: alle gemeinsam ließen das Jubiläumsprogramm des Europäischen Klassikfestivals zu einem wunderbaren Hörerlebnis werden.

Der kanadische Pianist Marc Pierre Toth ließ diesen Konzertabend in der Matthäuskirche besonders erstrahlen. Recht kurzfristig wegen einer Erkrankung des ursprünglich geplanten Musikers eingesprungen, meisterte er selbst die schwierige und sehr selten gespielte Partitur des Konzerts für Flöte, Violine, Klavier und Streicher a-Moll BWV 1044 von Johann Sebastian Bach mit Bravour.

Das zahlreiche Publikum ließ sich auch von der schwül – heißen Luft in der Kirche nicht abschrecken und honorierte diese großartige Leistung mit frenetischem Beifall. Als Einstieg in dieses Jubiläumskonzert erklang die Ouvertüre c-Moll D.8 von Franz Schubert. Der orchestrale Klang dieses Werks nahm die Besucher gleich zu Beginn mit auf die musikalische Reise des Abends.

Der Applaus galt ebenso allen anderen beteiligten Künstlern des Abends. Etwa der Camerata Hungarica. Überwiegend bestehend aus Musikern des Orchesters Philharmonia Hungarica bzw. der Sinfonietta Hungarica kamen hier Musiker zusammen, die vor allem im Rahmen dieses Europäischen Klassikfestivals die Tradition der Philharmonia Hungarica aufrechterhalten und diesem Abend besonderen Glanz verliehen.

Und der Primus dieses Streichorchesters, Istvan Karácsonyi, verzauberte gemeinsam mit einem weiteren Solisten, Christian Strube an der Flöte,  besonders bei den Rumänischen Volkstänzen von Bela Bartok alle Zuhörer.

„Das sind wahrlich sehr sommerliche Sommernachtsträume heute“, moderierte Volker Zwetzschke, Intendant des Europäischen Klassikfestivals, launig den Konzertabend in Anbetracht der hohen Temperaturen, die es sonst in Kirchen nur selten gibt.

In der Pause konnten sich dann Musiker und Zuhörer davon ein wenig erholen, ließ es sich mit einem kühlen Getränk an der frischen Luft etwas entspannen, bevor das Festprogramm des Europäischen Klassikfestivals im zweiten Teil mit dem Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 von Ludwig van Beethoven zum umjubelten Höhepunkt fand.

Mit dem Finnen Henri Sigfridsson dirigierte an diesem Abend ein international gefeierter und erfolgreicher Künstler. Beethovens 5. Klavierkonzert, entstanden 1808/ 09 als sein letztes vollendetes Klavierkonzert, brachte zwar die Akustik der Matthäuskirche ein wenig an ihre Grenzen. Doch das schmälerte keineswegs die absolute Glanzleistung aller Künstler dieses Abends und den Genuss, dem sich die Besucher in der beinah vollbesetzten Kirche hingeben konnten. Sinfonische Musik zum Träumen, dafür stehen die „Sommernachtsträume“ des Europäischen Klassikfestivals seit mehr als 25 Jahren.

Text: Frauke Haardt-Radzik

Fotos: Cornelia Fischer

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