Religiopolis

Weltreligionen in einer virtuellen und realen Stadt erleben

Dr. Reinhard Kirste im Gespräch mit zwei Teilnehmerinnen der Fortbildung. FOTO: DIRK BÜLTMANN

GELSENKIRCHEN – „Es geht darum, ein Verhältnis zu dem großen Ganzen der Weltreligionen zu bekommen.“ Mit diesen Worten hat Pfarrer Christian Meier am 6. Mai eine Fortbildungsveranstaltung des Schulreferats zum vielfach ausgezeichneten computergestützten Lehr- und Lernprogramm „Religiopolis“ eröffnet.

Der Mitautor des Programms und Koordinator der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTRoA), Dr. Reinhard Kirste, war als Referent geladen. „Eine Vielfalt in den Religionen ergibt oft ein ziemliches Kuddelmuddel. Als Lehrerinnen und Lehrer müssen wir das entwirren. Dazu verhilft ‚Religiopolis‘, indem es aufzeigt, was da in den heiligen Schriften wirklich steht“, gab er den knapp 20 Teilnehmenden mit auf den Weg und erläuterte das religionspädagogische Konzept: „Die Schülerinnen und Schüler können sich die Grundinformationen zu den Religionen selber erarbeiten.“

Nachdem Kirste das Programm in seinen Grundzügen vorgestellt hatte, konnten die Teilnehmenden selbst auf virtuelle Erkundungstour gehen. Sie entdeckten die Gotteshäuser von Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus mit ihren jeweiligen Besonderheiten und gewannen einen Einblick in das Alltagsleben der verschiedenen religiösen Traditionen.

Aber: „Dinge sollte man nicht nur virtuell anschauen, sondern auch praktisch erleben“, gab Kirste zu bedenken. Und so brachen alle Teilnehmenden zu einem Spaziergang durch die reale Religiopolis Gelsenkirchen auf. Stationen waren die katholische Propsteikirche St. Augustinus, die evangelische Altstadtkirche, die neue Synagoge in der Georgstraße und die Zentralmoschee in der Mulvanystraße. Vor Ort vermittelten die Vertreterinnen und Vertreter der Gotteshäuser einen lebendigen Einblick in die Symbolik und Metaphorik der Räume. Die Teilnehmenden lernten die religiösen Orte als Stein gewordenes Bekenntnis oder als bilderlosen Raum zur Konzentration aufs Gebet kennen. Die Realität – davon waren am Ende alle überzeugt – bietet eine notwendige Ergänzung zur virtuellen Erkundungstour.

Der Ernst Klett Verlag (http://www.klett.de/sixcms/list.php?page=titelfamilie&titelfamilie=Religiopolis) vertreibt die CD-ROM als Einzel-, Mehrplatz- oder Netzwerkversion. Wer das Programm „Religiopolis“ mit Schulklassen oder Gemeindegruppen erkunden möchte, dem stehen im „log in“ der Stadtbibliothek zwölf vernetzte Computer zur Verfügung. Auskunft erteilt Bianca Herms, Telefon 02 09-1 69-2808. DB

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